Warum wir trotz der Pandemie immer noch hier sind. || Why we are still here despite the pandemic.

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

English version below

Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist […] Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort”, sagte Angela Merkel1 am 17.10. in ihrem Podcast2. An diesem Tag stieg ich in einen Zug, überquerte eine Staatsgrenze und schloss mich den Aktivist*innen an, die wie ich aus mehreren Städten, Bundesländern und Ländern Europas kamen, um den Dannenröder Wald vor der Zerstörung zu schützen.

Hierher zu kommen, um gegen eine neue Autobahn zu kämpfen, ist das nicht eine zwingend notwendige Sache? Ist es nicht dringend notwendig, einzugreifen, um zu verhindern, dass Wälder abgeholzt werden, damit noch mehr Autos noch schneller fahren können?

Selbst in Zeiten einer Gesundheitskrise dürfen wir uns nicht einfach einsperren lassen. Die Polizei und die Baumfäller machen auch keine Pause. Wir müssen hier kollektiv handeln, wo immer es sinnvoll ist.

Diejenigen, die wirtschaftliche und politische Macht haben, können nicht behaupten, dass sie die Gesundheit aller in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen, wenn sie vor allem zum Nichtstun und Zuhause-Bleiben aufrufen. Wir sollten ihnen nicht blind gehorchen. Zwei Beispiele, neben vielen anderen, sind ein klarer Beweis dafür: Klimawandel und Luftverschmutzung.

Zu dem Klimawandel : Wie viele Menschen und Tiere in der Welt, in Europa und sogar hier, sterben vorzeitig oder werden in ihrem Leben durch die Ursachen und die Folgen des Klimawandels stark beeinträchtigt (Naturkatastrophen, Infektionen, Dürre und Wasserknappheit, Hitzewellen3…)?

Für uns in der Besetzung und auf dem Camp ist es klar, dass die Covid-19-Krise und Klimakrise verbunden sind.4 Diejenigen, die unbedingt einen intellektuelleren Diskurs aus einer “bürgerlich-glaubwürdigen Quelle” brauchen, um sich von dem Zusammenhang zwischen Covid-19 und der Klimakrise zu überzeugen, können diesen Artikel aus der Zeit lesen5. Unter anderem ist wieder erwähnt, dass “weltweite Waldrodung etwa, Dürre, Erderwärmung oder der Verlust von Biodiversität, zu […] einer zunehmenden Übertragung von Krankheiten vom Tier auf den Menschen [führen].” Lieber Wald statt Asphalt, nicht wahr?

Zur Luftverschmutzung: Wie viele Menschen sterben in Deutschland jährlich vorzeitig aufgrund von Luftverschmutzung? 120.000. In Europa? 790.0006. Neben den Todesfällen gibt es Millionen von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, die an Asthma oder Diabetes leiden, Senioren, die die letzten 5 oder 10 Jahre ihres Lebens durch Herz- und Atemwegsprobleme oder Krebs beeinträchtigt erleben.

Woher kommt diese Verschmutzung? Feinpartikel, die durch Transport (Autos, Flugzeuge, Lastwagen, Frachtschiffe usw.), Energieerzeugung (Braunkohle), Massentierhaltung usw. freigesetzt werden.

[Video mit Max-Planck-Gesellschaft https://www.youtube.com/watch?v=WZyhuFllEok&feature=youtu.be ]

Was ist der Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Covid-19-Todesfällen? Menschen, die in Gebieten mit verunreinigter Luft leben, (in der Nähe von Flughäfen, Autobahnen, Kohlekraftwerken, in Gebieten mit einer hohen Konzentration von Massentierhaltung oder in einer „normalen Großstadt wie z.B. Frankfurt), haben ein höheres Risiko, Herz- und Atemwegsprobleme zu entwickeln, und dadurch auch ein höheres Risiko, schwere Formen der Covid-19-Erkrankung zu entwickeln. Laut dem Max-Planck-Institut für Chemie sind zurzeit 26 Prozent der deutschen Covid-19-Todesfälle auf die Belastung durch Feinstaub aus menschlichen Quellen, also etwa aus der Verbrennung fossiler Energieträger und aus anderen anthropogenen Quellen, zurückzuführen: “Offenbar schädigt Feinstaub Blutgefäße auf ähnliche Weise wie Sars-CoV-2 und erleichtert dem Virus die Infektion von Zellen in der Lunge.”7

Wie die Machthaber*innen versuchen, die Covid-19-Pandemie zu bekämpfen.

Die von den Behörden verfolgte Strategie besteht darin, soziale Kontakte einzuschränken, um so zu verhindern, dass sich gefährdete Personen infizieren. So fordern die Behörden die gesamte Gesellschaft auf, sich zusammenzureißen, sich zu opfern und Maßnahmen zu akzeptieren, die enorme soziale, wirtschaftliche und sogar gesundheitliche Folgen haben8. Das Gesundheitspersonal, das bereits ausgebrannt ist, muss den Schlag abfedern, während Politik und Wirtschaft auf einen Impfstoff warten, der es ihnen ermöglicht, wieder zur gewohnten Routine (oder „business as usual“) zurückzukehren. Gleichzeitig werden öffentliche Gelder verwendet, um fossile Brennstoffe und Unternehmen wie die Lufthansa zu subventionieren, Mischwälder zu zerstören, Autobahnen zu bauen… Leider wird die Wissenschaft keinen Impfstoff gegen schlechte Luftqualität finden, und auch keinen gegen die Dummheit.

Mir ist bewusst, dass Covid-19 an sich eine gefährliche Krankheit ist, die auch unabhängig von Feinstaub Menschen verletzen und umbringen kann. Ich verstehe auch, dass eine Kontakteinschränkung die Überlastung des bereits kaputt-gemachten Gesundheitssystems abmildern könnte und auch Covid-19-Erkrankungen und Todesfälle verringern könnte.

Doch es erscheint absurd, an Menschen zu appellieren, „zu Hause“ zu bleiben, während sich so viele aufgrund von prekären Arbeitsverhältnissen in ihrem Job mit Sars-CoV-2 anstecken. Es ist notwendig, im öffentlichen Diskurs immer wieder den Zusammenhang zwischen Covid-19 und den bereits erwähnten kapitalistischen Faktoren zu unterstreichen, die nicht nur die Covid-19-Pandemie bedingen und verschlimmern, sondern viel gravierendere Folgen haben und haben werden.

Eine andere mögliche Strategie

Was wäre, wenn wir gemeinsam an den Wurzeln des Problems anpacken würden, indem wir die Faktoren verringern, die schwere Formen von Covid-19 und andere Herz- und Atemwegserkrankungen, die Entwicklung von Epidemien und dem Klimawandel begünstigen? Die derzeitigen „Anstrengungen“ der Regierungen, wie z.B. der viel zu spät stattfindende Kohleausstieg, reichen nicht aus oder werden durch andere schädliche Maßnahmen zunichte gemacht (neue Start- und Landebahnen auf Flughäfen, größere Autos, der Aufstieg von Elektrofahrzeugen…).

Wenn wir diese durch Umweltverschmutzung und Klimawandel bedingten vorzeitigen Todesfälle und behindernden Krankheiten wirklich vermeiden wollen würden, müssten wir den Flug- und Straßenverkehr deutlich reduzieren, intensive Tierhaltung stoppen, die Zerstörung von Dörfern9 und zur Verbrennung von Braunkohle in der Lausitz oder im Rheinischen Revier beenden.

Diese Maßnahmen hätten ebenso schmerzhafte Folgen für die Wirtschaft, das Wachstum, den Arbeitsmarkt und auch Folgen für unsere Lebensweise: Einige Menschen könnten nicht mehr mit 220 km/h in ihren SUVs fahren, würden seltener nach Mallorca fliegen und könnten nicht mehr jeden Tag Leberwurst essen.

Man könnte sich jedoch eine verlagerte Ökonomie vorstellen, in der Arbeit, Konsum und Profit nicht mehr im Mittelpunkt stehen würden. Eine angepasste Lebensweise, bei der wir einen Tapetenwechsel nicht mehr auf abgelegenen Inseln suchen würden, sondern in unseren erhaltenen Wäldern. Und auch in den neuen, ungewöhnlichen Landschaften, die auf den Ruinen verlassener Autobahnen und Flughäfen entstehen würden.

Wäre dieses Leben schlimmer als die Episoden der Ausgangssperre, die wir aktuell gezwungen sind zu ertragen? Ich persönlich denke nicht, aber die Machthaber*innen sind nicht bereit, notwendige Änderungen vorzunehmen!

[Ich bin für Recycling und kann sowieso nicht so gut Diskurse auf Deutsch schreiben, wie die zuvor erwähnte Politikerin, deswegen versuche ich, ihren Stil und ihre Worte wiederzuverwenden :]

Wie heiß und stürmisch die kommenden Jahrzehnte werden, wie heftig die Luftverschmutzung und die damit verbundenen Gesundheitsschäden, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen, Wochen und Jahren. Das entscheiden wir alle durch unser Handeln. In dieser Lage reicht es nicht mehr aus, Bioprodukte zu kaufen und Rad zu fahren. Wir müssen alles tun, damit der Wald nicht zugunsten von Geld und Machtinteressen gerodet wird. Dabei zählt jeder Tag. Die Waldbesetzung ist das wirksamste Mittel, das wir zurzeit gegen die Zerstörung von Lebensräumen haben.

Ich bitte Sie, wenn Sie es können, kommen Sie nach Dannenrod, um den Kampf um den Wald zu unterstützen. Wenn Sie es nicht können, finden Sie sicher Aktionen, die Sie von Ihrem Zuhause durchführen können.

Jetzt ist es nötiger denn je: Wald statt Asphalt, Danni bleibt!

Eine Waldbesetzerin

1Neben BMW, Volkswagen und Bayer wird die Bundeskanzlerin Angela Merkel als eine der wichtigsten Politikfiguren der Bundesrepublik Deutschland wahrgenommen.

3 Siehe Wikipedia, Folgen der globalen Erwärmung für die Gesundheit https://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung_f%C3%BCr_die_Gesundheit

8Allgemeine Angst, Aufschub der Pflege, soziale Isolation, Angst vor Kontamination, Einschließung von Kindern und älteren Menschen, übermäßige Desinfektion, die zu Hautproblemen, Allergien und Wasserverschmutzung führt, Exposition gegenüber Innenraumverschmutzung, Exposition mit häuslicher Gewalt…

9Alle Dörfer bleiben! https://www.alle-doerfer-bleiben.de


„I beg you: Please refrain from any travel that is not really absolutely necessary […] Please stay at home, at your place of residence, whenever possible„, said Angela Merkel1 on 17 October in her podcast2. That day I got on a train, crossed a state border and joined the activists who, like me, came from several cities, states and countries in Europe to protect the Danni forest from destruction.

To come here to fight against a new motorway, isn’t it an absolutely necessary thing? Is it not urgent to intervene to prevent forests from being cut down so that even more cars can drive even faster?

Even in times of health crisis, we cannot allow ourselves to be locked up. The police and the loggers don’t take a break either. We must act collectively, either here or at home or wherever it makes sense.

Those who have economic and political power cannot claim that they put everyone’s health at the centre of their actions when they call above all for doing nothing and staying at home. We should not blindly obey them. Two examples, among many others, are clear proof of this: climate change and air pollution.

On climate change: How many people and animals in the world, in Europe and even here, die prematurely or are seriously affected in their lives by the causes and consequences of climate change (natural disasters, infections, drought and water shortages, heat waves3 …)?

It is clear to us in the occupation and at the camp that the Covid-19 crisis and the climate crisis are linked.4 Those who absolutely need a more intellectual discourse from a „bourgeois credible source“ to convince themselves of the connection between Covid-19 and the climate crisis can read this article from Die Zeit5. Among other things, it is again mentioned that „global deforestation, for example, drought, global warming or the loss of biodiversity, is leading to […] increasing transmission of diseases from animals to humans.” Rather forest than asphalt, right?

On air pollution: How many people die prematurely every year in Germany because of air pollution? 120.000. In Europe? 790.0006. Apart from the deaths, there are millions of children, young people, adults suffering from asthma or diabetes, senior citizens who experience the last 5 or 10 years of their lives impaired by heart and respiratory problems or cancer.

Where does this pollution come from? Fine particles released by transport (cars, planes, trucks, cargo ships, etc.), energy production (lignite), intensive livestock farming, etc.

[Video with Max-Planck-Society Expertshttps://www.youtube.com/watch?v=WZyhuFllEok&feature=youtu.be]

What is the link between air pollution and Covid-19 deaths? People who live in areas with polluted air (near airports, motorways, coal-fired power stations or in areas with high concentrations of factory farming or in a „normal big city“ such as Frankfurt) have a higher risk of developing heart and respiratory problems and therefore a higher risk of developing severe forms of Covid-19 disease. According to the Max Planck Institute for Chemistry, 26 percent of German Covid-19 deaths are currently due to exposure to particulate matter from human sources, such as the combustion of fossil fuels and other anthropogenic sources : „Apparently, particulate matter damages blood vessels in a similar way to Sars-CoV-2 and makes it easier for the virus to infect cells in the lungs 7.

How those in power are trying to fight the Covid-19 pandemic.

The strategy pursued by the authorities is to restrict social contacts in order to prevent vulnerable people from becoming infected. In this way, the authorities are calling on the whole of society to mobilise, to sacrifice itself and to accept measures that have enormous social, economic and even health consequences8. Health workers who are already burned out have to cushion the blow while politicians and industry wait for a vaccine that will allow them to return to their usual routine (or „business as usual“). At the same time, public money is used to subsidise fossil fuels and companies like Lufthansa, to cut down mixed forests, to build motorways… Unfortunately, science will not find a vaccine against poor air quality, nor will it find one against stupidity.

I am aware that Covid-19 is a dangerous disease in itself, which can injure and kill people, even without strong air pollution. I also understand that restricting contact could alleviate the strain on the already fragile health system and could also reduce Covid-19 disease and deaths.

But it seems absurd to appeal to people to stay „at home“ while so many are infected with sars-CoV-2 due to precarious working conditions in their jobs. It is necessary to repeatedly underline in public discourse the link between Covid-19 and the capitalist factors already mentioned, which not only cause and exacerbate the Covid-19 pandemic, but have and will have much more serious consequences on people, animals, the planet.

Another possible strategy

What if we acted together at the root of the problem by reducing conditions that favour severe forms of Covid-19 and other cardiovascular and respiratory diseases, the development of epidemics and climate change? The current « efforts » of governments such as the coal phase-out, which is taking place much too late, are not enough or are being cancelled out by other harmful measures (new airport runways, larger cars, the rise of electric vehicles, etc.).

If we really wanted to avoid these premature deaths and debilitating diseases caused by pollution and climate change, we would have to significantly reduce air and road traffic, stop intensive livestock farming, stop the destruction of villages for burning lignite in Lusatia or the Rhenish mining area9.

These measures would also have painful consequences for the economy, growth, the labour market and also consequences for our way of life: Some people would no longer be able to drive at 220 km/h in their SUVs, would travel less frequently to Mallorca and would no longer be able to eat liverwurst every day.

However, one could imagine a shifted economy where work, consumption and profit would no longer be at the centre of attention. An adapted way of life in which we would no longer seek a change of scenery on remote islands, but in our preserved forests. And also in the new, unusual landscapes that would be created on the ruins of abandoned motorways and airports.

Would this life be worse than the episodes of the sanitary lockdown that we are forced to endure? I don’t think so, but those in power are not prepared to make the necessary changes!

To conclude in the current dramatic style

[I am in favour of recycling and anyway I cannot write discourses as well as the aforementioned politician, so… if I just take her Corona-discourse and change a few words, I can make a nice lyrical conclusion :]

How hot and stormy the coming decades will be, how severe the air pollution and the related health problems will be, will be decided in these coming days, weeks and years. We all decide that through our actions. In this situation, it is no longer enough to buy organic products and ride a bicycle. We must now do everything possible to ensure that forests are not cleared for the benefit of money and power interests. Every day counts. Forest occupation is the most effective means we currently have to prevent habitat destruction.

I beg you, if you can, come to Dannenrod to support the fight for the forest. If you cannot, I am sure you will find actions you can take from your home.

Now it is more necessary than ever : forest instead of asphalt, Danni stays !

A forest squatter

1Together with BMW, Volkswagen and Bayer, Chancellor Angela Merkel is perceived as one of the most important political figures in the Federal Republic of Germany.

3See Wikipedia, Effects of climate change on human health https://en.wikipedia.org/wiki/Effects_of_climate_change_on_human_health

8General anxiety, postponement of care, social isolation, widespread fear of contamination, confinement of children and the elderly, excessive sterilisation leading to skin problems, allergies and water pollution, exposure to indoor pollution, exposure to domestic violence…

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Wochenrückblick 9.0

 

23. November

„Nirgendwo“, „Zwischendurch“, „Morgen“ und „Daneben“ wurden von Cops gekesselt und die Räumung ging weiter. Auch in „Unterwex“ wurden Strukturen geräumt, dabei wurde ein Bagger besetzt.

24. November

In den frühen Morgenstunden begannen die Räumungsarbeiten in „Morgen“. Auch heute wurden Traversen geschnitten, wo Menschen gesichert waren! Die Polizei gefährdet aktiv Menschenleben. Die Polizei zerstörte in „Unterwex“ die Bodenstrukturen. „Flying Angel“ wurde heute vollständig geräumt.

25. November

Zwischen „Unterwex“ und „Oben“ wurde gerodet. In „Morgen“ und „Nirgendwo“ wurde auch heute weiter geräumt und gerodet.

26. November

Die MaWa Schmitthof wurde heute früh von der Polizei umstellt. Die Polizei bereitete morgens die Räumung in „Nirgendwo“ vor. Die MaWa Schmitthof wurde mit Hunden durchsucht. In „Nirgendwo“ wurde heute die „Suicide-Box“ und ein weiteres Lock-On geräumt ohne Verletzungen! Polizei zerstörrte in „Oben“ Bodenstrukturen. Personen werden im ganzen Wald wahllos mitgenommen.

27. November

„Nirgendwo“, „Morgen“ und „Oben“ wurden am Morgen von der Polizei umstellt. Heute wurden in ganz Deutschland Autobahnen blockiert. Damit legten wir Teile des Verkehrssystems lahm, die auf Individualverkehr basieren. Aus Black-Friday machten wir ein Block-Friday! Fast alle Strukturen in „Nirgendwo“ sind gefallen, nur der „Gigapod“ steht noch.

28. November

In „Morgen“ waren Klettercops seit frühem Morgen an räumen. Währenddessen ließ sich die Grüne Jugend räumen.
Auch heute wurden Menschen in Stadtallendorf von der Polizei kontrolliert und schikaniert. Heute gab es eine „Kinderdemo“. Der „Gigapod“ in Nirgendwo wurde ohne Verletzungen geräumt. Somit sind alle Strukturen in „Nirgendwo“ geräumt.

29. November

Heute Nacht gab es erneut einen Brandanschlag. Diese Nacht wurde der Stromkasten angezündet.

In aller Frühe startete Aktion Schlagloch am ersten Advent ihre Massenaktion. Mit 400 Menschen machten sie sich auf den Weg nach „Morgen“. Menschen von Aktion Schlagloch bauten Barrikaden und wurden von der Polizei mit dem Einsatz vom Wasserwerfer und Pfefferspray bedroht. Pfefferspray und Wasserwerfer wurden wenig später eingesetzt. Die Polizei ist nicht deeskalierend. Heute waren GAGE- Hochstelzenkostüme bei dem Waldspaziergang. Auch heute am ersten Advent waren viele Menschen da. Auch schönes Wetter machte den Tag doch noch schön!

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Gedanken zu Gewalt

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.
„Nach Drüben, Polizei ist da“. Es ist früh am Morgen und eigentlich hatten mein Bezugsmensch und
ich vor, heute früh abzureisen. Wir waren schon ein wenig durch die letzten Tage entkräftet. Doch
wir entschließen uns unsere alten Pläne sein zu lassen und nach drüben zu laufen. Dort stehen wir in
der Blockade, lange passiert nichts. Von den anderen höre ich „Mörder, Mörder“ rufen. Als ich die
Person auf dem Boden liege, begreife ich erst warum. Uns war schnell klar: Ein Polizist muss das
Seil zerschnitten haben. Das gibt die Polizei erst Tage später zu. Continue reading
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Stuttgart: Grünen Büro neu dekoriert

Disclaimer: Folgenden Artikel haben wir auf de.indymedia.org (https://de.indymedia.org/node/119840) gefunden. Die Veröffentlichung dieses Artikels wurde nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Um auf die Polizeigewalt im Dannenröder Forst aufmerksam zu machen, haben wir in der Nacht vom 24. auf den 25. November das Bürgerbüro der Grünen in Stuttgart, Bad Cannstatt umdekoriert. Continue reading

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Rache für die Zerstörung des Dannenröder Waldes

Disclaimer: Die Veröffentlichung dieser Beiträge wurde nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Wir waren mal wieder auf indy unterwegs und haben dort folgende Beiträge gefunden:

Flammen für Frey Forst GmbH in Bieben
27.11.2020 – 12:48

In der Nacht vom 26.11. wurde in Bieben-Grebenau ein Brandsatz an einem Firmengelände deponiert. Die Firma selbst stellt Harvester und Forstmaschinen zur Rodung des Dannenröder Waldes zur Verfügung. Continue reading

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Wie kann man sich im Danni einbringen?

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Aktivismus braucht mehr als nur demonstrieren, Bullen stören, und Bäume besetzen – im Hintergrund gibt es ganz viele Aufgaben, die übernommen werden müssen. Hier ein Video, was man im Danni noch alles machen kann:

 

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Hilfeaufruf aus dem Danni!

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

 Die Räumung des Dannenröder Waldes hat am 10.11 begonnen. Seit dem wird pausenlos gerodet. In der ersten Woche hat die Polizei sehr lange gebraucht und sind nicht sehr weit gekommen pro Tag. Was sich jedoch in der darauffolgenden Zeit Räumung drastisch verändert hat. Die Menschen hier haben nicht unendlich Kapazitäten und jeden Tag in einer Räumungssituation zu sein ist anstrengend und nicht auf die Dauer durch haltbar. Unter anderem auch weil es keine ruhigen momente gibt, und zum Beispiel rennen jeden Tag BFE ler in 5-20er Trupps durch den Wald, und viel zu oft können diese dass ungestört machen. Zusätzlich sind wir hier täglich mit massiver Polizeigewalt konfrontiert, und leider gibt es nur wenige Antworten darauf seitens der Aktivistis. Wir müssen den Wald noch entschlossener verteidigen. Und endlich raus aus der Defensive in die Offensive!

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Der Klimawandel wartet nicht bis dein Bachelor fertig ist

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Aufruf an alle Studierenden sich dem Kampf gegen die A49 anzuschließen

Na, erinnert ihr euch noch an den Spruch? Gut während der Hambiräumung waren gerade Semesterferien. Da war es leicht große Reden zu schwingen von der Notwendigkeit gegen die Klimakrise zu protestieren und wie sehr wir Klimagerechtigkeit priorisieren, aber reden wir vom Dannenröder Wald. Hier kämpfen seit über 7 Wochen Menschen gegen die Abholzung des Waldes und für Klimagerechtigkeit.

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Wochenrückblick 8.0

16. November

Nach einem Wochenende voller Rodung und Räumung ging es auch heute weiter. „Drüben“, „Woanders“, „Nirgendwo“, „Durchzug“, „Douglasien“ wurde gerodet und geräumt.

Cops streiften durch den Trassenbereich und laufen durch den Wald und zerstören am Boden Materialien. Continue reading

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Eine Nachricht des verletzten Menschen aus Morgen. || A message from the injured person from Morgen.

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben … Continue reading

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