Aufruf zu einem Treffen und Skillshare in Gállok, in der Nähe von Jokkmokk in Sápmi (sog. schweden)

Auf nomineingallok.noblogs.org haben wir den folgende Aufruf gefunden.

Der Kampf gegen ein Bergbauprojekt in Gállok dauert nun schon viele Jahre an. Im Jahr 2013 gab es ein Protestcamp, in dem Menschen versuchten, die Bohrungen und die Sprengung des Bodens zu stoppen. Sie haben es nicht geschafft, die Bergbaufirma komplett zu stoppen, aber sie haben es geschafft, sie aufzuhalten und Leute zu organisieren.

Im Moment liegt es an der so genannten schwedischen Regierung zu entscheiden, ob man der Tagebau starten darf oder nicht. Aber wir werden nicht auf ihre Entscheidung warten. Wir haben unsere bereits getroffen – Keine Mine in Gállok! Nicht jetzt und niemals.

Dieser Kampf ist eng mit dem Kampf der Sami, der Ureinwohner von Sápmi, verbunden. 400 Jahre lang haben die so genannten schwedischen, norwegischen, finnischen und russischen Staaten Sápmi kolonisiert. Mit kulturellem Völkermord haben sie versucht, das samische Volk auszurotten. Das ist ihnen nie gelungen.

Deshalb treffen wir uns Mitte August im Norden. Der Hauptfokus dieses Treffens wird sein, die verschiedenen Kämpfe in Sápmi zu verbinden. So können wir uns gemeinsam gegen die Ausbeutung und Verschmutzung unseres Wassers, unserer Berge, unserer Luft und unserer Wälder stellen. Gegen Minen, Windmühlen, Staudämme, Industrien, Kahlschläge, Atomkraftwerke, Pipelines und so weiter. Lass uns zusammenkommen und unsere Fähigkeiten und Erfahrungen austauschen. Wie können wir uns gegenseitig unterstützen? Wie können wir eine gute und beständige Kultur des Widerstands schaffen?

Wenn ihr mit einem Workshop, einem Vortrag, einer Diskussion oder was auch immer beitragen wollen, kontaktiert uns, damit wir es in den Zeitplan aufnehmen können.

Ihr könnt auf nomineingallok.noblogs.org oder auf kolonierna.se mehr lesen.

Kontaktiert uns unter kolonierna at riseup dot net

No Mine in Gállok!

 

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Jeder Kontakt zu Repressionsorganen schadet

Jeder Kontakt zu Repressionsorganen schadet, aber wir können uns schützen

Mit dem Erstarken der Klimabewegung und anderen linken Bewegungen wächst der Druck staatlicher Behörden auf einzelne Aktivist*innen. In der jüngsten Vergangenheit erfuhren wir von mehreren Anquatschversuchen durch Geheimdienste und einem unkritischen Verhältnis zu vermeintlich informellen Kontakten zur Polizei. Das ist ein Problem, denn unser Kampf kann nur selbstbestimmt erfolgreich sein.

Die Gewalt und Einschüchterung durch Polizei und staatliche Behörden ist in unserem Kampf für eine befreite, solidarische und freie Gesellschaft stets präsent. Bei der gewaltsamen Auflösung von Demonstrationen wie dem Prügelexzess am 1. Mai in Frankfurt, bei der Räumung des Dannenröder Walds, in der die Polizei rücksichtlos Tote und Verletzte in Kauf nahm oder bei den alltäglichen rassistischen Kontrollen, die von hetzerischen internen Polizeichatgruppen befeuert werden. Das zeigt deutlich: in unserem Streit für eine bessere Welt stehen wir Polizei und Geheimdiensten unversöhnlich gegenüber. Trotz der Hochrüstung und ständig neuer Befugnisse der Sicherheitsbehörden sind wir dabei nicht machtlos. Wir haben uns und unsere Solidarität. Wir achten und äußern unsere Bedürfnisse. Wir bereiten uns auf Aktionen und mögliche Repression vor und begegnen ihr zusammen und politisch. Das ist und macht uns stärker als jeder Knüppel und jede Drohung.

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Der Seehausener Forst ist besetzt!

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Gefunden unter: https://moni.blackblogs.org/

In der Altmark, die Teil des größten noch autobahnfreien Raumes Deutschlands ist, soll die A14 fertig gebaut werden. Dafür soll durch den Seehausener Forst eine Schneise geschlagen werden.

In Zeiten der globalen Klimakrise ist es nicht tragbar, dass der Staat weiterhin auf zerstörerische Automobil Infrastruktur setzt.

Wir wollen nicht, dass ein weiterer Wald für eine weitere scheiss Autobahn platt gemacht wird . Während die Industrie und Wirtschaft profitieren, werden Umwelt und Lebensräume aller Lebewesen zerstört.

Da die Regierung offensichtlich die Bedürfnisse von Menschen, Tieren und der Natur ignoriert, wollen wir die Rodung des Waldes und den Bau der Autobahn verhindern.

Dabei geht es uns um mehr, als nur eine Verkehrswende. Wir wollen keinen grünen Kapitalismus, der weiterhin auf die Vernichtung von Lebensräumen und Ausbeutung von Lebewesen und Natur, insbesondere im globalen Süden, setzt. Solange dieses koloniale und patriarchale System existiert, werden wir auf die Bäume klettern und Wälder besetzen, um zerstörerische Großbauprojekte wie die A14 zu verhindern.

Wir sind nur ein Teil des Widerstandes und solidarisch mit allen Menschen die mit allen Methoden gegen alle Autobahnen und das dahinter stehende System kämpfen.

Wir sind solidarisch mit allen, die gegen Unterdrückung und die Zerstörung kämpfen.

Wir wollen einen Freiraum schaffen, in welchem wir anstreben unterdrückende Denkmuster und Verhaltensweisen zu reflektieren und zu verlernen, wo alle vorbeikommen und sein können, und die Besetzung unterstützen können.

Keine Machos. Keine Faschos. Keine Cops.

Für eine Welt ohne Hierarchien. Für Selbstbestimmung. Für ein gutes Leben für alle.

Moni bleibt!

Blog: https://moni.blackblogs.org
Twitter: @bleibtmoni
Indymedia: https://de.indymedia.org/node/147164

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Kritische Bemerkungen zu ‘Barrikade’

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Auf dem Klimacamp in Dannenrod wurde David Klammers Film Barrikade das erste Mal gezeigt. Es handelt sich hierbei um eine Sammlung an Bildmaterialien aus dem Dannenröder Wald aus der Zeit vor sowie während der polizeilichen Räumung im vergangenen Jahr. Klammers erstes umfangreiches Filmprojekt spiegelt dessen scharfen, ästhetischen Blick wieder, wie wir ihn aus zahlreichen Fotoreportagen, u.a. aus dem Hambacher Wald, kennen. Es steht außer Frage, dass David Klammer die Kunst der Fotografie versteht und es ihm mit seinen Bildern gelingt das Publikum sowohl ästhetisch, als auch emotional anzusprechen. Die filmischen Aufnahmen für Barrikade demonstrieren Davids Fähigkeit sein fotografische Talent auch auf das cinematografische Medium zu übertragen. Allerdings ist der mediale Wechsel von Fotografie zu Cinematografie nicht nur eine technische Angelegenheit, sondern birgt auch tief gehende narrative Implikationen.

Fotograf*innen haben eine nicht zu unterschätzende narrative Macht in dem sie ihren Blickwinkel auf die materielle Realität projizieren. Sie entscheiden welche Bilder aufgenommen werden, welche Details betont und welche raus gelassen werden. Je nach Kamerapositionierung sehen Objekte groß und beeindruckend oder eher klein und marginal aus. Die Kameraperspektive beinhaltet immer eine Subjektivierung der Realität, auch wenn die Person hinter der Kamera es anstrebt eine rein ‘objektive Realität‘ festzuhalten. Ein typisches Beispiel hierfür sind Konfrontationen zwischen Polizei und Demonstrant*innen. Die fotografierende Person entscheidet in diesem Fall durch die gewählte Positionierung der Kamera, ergo den eigenen Blickwinkel, ob das Foto im Endeffekt die Polizei oder die Demonstrierenden als bedrohliche bzw. angreifende Partei darstellen wird. Für Mainstreammedien arbeitende Fotograf*innen positionieren sich in ihrer Arbeit tendenziell, sowohl ideologisch als auch physisch, an der Seite der Polizei.

Diese narrative Macht wird im Falle des cinematografischen Mediums exponentiell vergrößert. Nicht nur Selektion und Blickwinkel gehören zu den unvermeidbaren Machtmitteln, denn hier kommen zusätzliche sprachliche Ebenen hinzu, welche großen Einfluss auf die Wahrnehmung der gezeigten Bilder haben. Dazu gehören die verbale Sprache (explizite Botschaften) sowie Filmschnitt, Sequenz und Handlung (die implizite Botschaften in sich tragen).

Auf all diesen Ebenen – Selektion, Perspektive, verbale Sprache und implizite Narrativierung – manifestiert sich – bewusst oder unbewusst – die Subjektivität der filmschaffenden Person, auch wenn diese behaupten kann, selbst nicht zu Wort zu kommen und nur andere Personen dessen eigene Geschichte erzählen zu lassen. Subjektivität wohnt jedoch auch immer Ideologie inne. In einer augenscheinlichen Abwesenheit von Ideologie schleicht sich so die hegemoniale, sprich die tief internalisierte bürgerliche, Ideologie ein.

Wir sind der Meinung, dass sich auch in Barrikade, ein Film der vorerst als ästhetisches Sammelsurium an Einblicken in die Besetzung ohne klar intendierten Handlungs- oder Erzählstrang erscheint, ein bürgerlicher politischer Inhalt eingeschlichen hat – nicht unbedingt als gezielte ‘kontrarevolutionäre Propaganda’, sondern als Konsequenz einer versuchten ideologischen Neutralität. Dies möchten wir Anhand von zwei uns aufgefallenen Szenen im Kontext des gesamten Filmschnitts verdeutlichen. Continue reading

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Bußgeldverfahren – was ist das, wie läuft das?

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Grüßchen vom EA
Uns erreichen in letzter Zeit viele Mails und Anrufe von Leuten, die Bußgeldverfahren bekommen haben. Zu unserer eigenen Entlastung und als Erklärung haben wir hier einmal eine kleine, einfache Zusammenfassung und Erklärung zum Ablauf eines Bußgeldverfahrens erstellt.

Das Bußgeldverfahren
Das Bußgeldverfahren ist in Deutschland das Verfahren, mit dem Ordnungswidrigkeiten geahndet werden. Ordnungswidrigkeiten sind Gesetzesverstöße, die mit einer Geldbuße belegt sind. In Direct-Action-Zusammenhängen häufig verfolgte Ordnungswidrigkeiten sind beispielsweise Verstöße gegen Versammlungsrecht oder Personalienverweigerung.
Wie alle Gerichtsverfahren läuft auch das Bußgeldverfahren nach einem gesetzlich genau festgelegten Schema ab. Dieses Schema ist über das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) geregelt. Das empfehlen wir auch als Lektüre zur Auseinandersetzung mit dem Verfahren.
Im Folgenden eine vereinfachte Darstellung des Verfahrens mit Handlungsempfehlungen vom Danni-EA. Die Handlungsempfehlungen könnt ihr gerne befolgen, besser noch ist: selbst Wissen aneignen und sich gegenseitig beibringen und daraufhin entscheiden. Denn mehr Know-How eröffnet nochmal mehr Handlungsmöglichkeiten.
Hier trotzdem nochmal ein Handlungsleitfaden, an dem entlangzuhangeln, schonmal nicht schadet.
Auf Wikimedia Commons gibt es eine anschauliche schematische Darstellung des Ablauf eines Bußgeldverfahrens (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bußgeldverfahren.jpg).

So… großes Schaubild, viele Kästchen, aber wann muss ich was machen?
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SOLIDARITÄT MIT LOCKE! GKM ABSCHAFFEN!

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++ 12.04.2021 Amtsgericht Mannheim: 10 Uhr Kundgebung & 18 Uhr Demo ++

Letzten Sommer besetzten fünf Aktivist*innen unter dem Namen „GKM_abschaffen“ das
Großkraftwerk Mannheim (GKM). Daraufhin wurden sie von einem Sondereinsatzkommando der Polizei Baden-Württemberg brutal geräumt und für fast zwei Tage zum Zwecke der Identitätsfeststellung in den Polizeirevieren Mannheim und Heidelberg festgehalten und körperlich sowie psychisch drangsaliert. Bei einem Aktivisten konnte die Identität festgestellt werden. Nun sieht sich Locke mit den weithergeholten Vorwürfen der versuchten gefährlichen Körperverletzung, welche auf dem Fund einer Nadel im Hosenbund basiert, dem Verstoß gegen das Vermummungsverbot während einer Pandemie und Hausfriedensbruch konfrontiert, weshalb er am 12.04.21 um 10.30 Uhr vor dem Amtsgericht Mannheim angeklagt wird. Dies zeigt wieder einmal, welch abstruses Ausmaß die Kriminalisierungsversuche gegen Klimaaktivist*innen annehmen und dass der Staat auf der Seite derer steht, die die Macht und
das Geld haben.

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Rise up and join Danni, Herri and Mauli! – Kommt her und bekämpft mit uns das hoch toxische Virus

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Do you feel locked down? – Rise up and join Danni, Herri and Mauli! –
Kommt her und bekämpft mit uns das hoch toxische Virus

Du fühlst dich festgekettet? Niedergehalten? Eingesperrt?
Erhebe dich und komm zu uns.

Am besten 10 Tage + X. Des (Corona-)Virus wegen.
Wir haben hier viel Platz und Zelte zur Verfügung. Wärmflaschen, Decken, Schlafsäcke und Feuertonne. Es gibt viel Arbeit an der frischen Luft zu tun.
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„OH, DA SIND SANIS, AUF DIE DÜRFEN WIR NICHT SCHIEßEN, ODER?”

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Statement aus dem Sani-Team bzgl. der Polizeigewalt im Rahmen der Räumungen in und um den Dannenröder Forst

TRIGGERWARNUNG: Der Text enthält Beschreibungen von physischer und psychischer Gewalt.

Das Zitat vom Titel stammt von einem1 Demosani, das sich der Umkesselung vom Barrio Woanders näherte. Die scherzhaften Worte Stammen von Polizisten, die die sich-nähernden gekennzeichneten Demo-Sanis sahen. Nach dieser Äußerung lachten die Beamten “im Männerclub”. Doch ernster meinte es ein Polizist einige Wochen davor, während der Räumung im Herrenlosenwald. Ein Sani war vor Ort, als Menschen aus dem Wald rausgebrüllt und rausgeschubst wurden. Das Sani rief laut einige Mal “Keine Gewalt!”, woraufhin die Antwort kam (Zitat vom Sani, das vor Ort war): “wenn ihr die Demokratie nicht respektiert, dann gibt’s Gewalt.”

Mit diesem Text werden wir uns nicht mit dem Begriff Demokratie beschäftigen; oder erörtern, ob die Zerstörung von Danni demokratisch ist oder nicht. Dies ist ein Statement zum Thema Polizeigewalt in und um Danni vom Sani-Team. Der Text ist verfasst von einigen Sanis, die während der lang-andauernden Räumung vor Ort waren. Wir wurden als medizinische Ersthelfende und Aktivist*innen mit dem Thema Polizeigewalt bei der Räumung täglich konfrontiert. Nun möchten wir einige Aspekte zum Thema nennen, die für uns wichtig sind. Einiges davon wurde bereits in unseren Presseerklärungen erwähnt, anderes nicht bzw. nicht so ausführlich. Die Personen, die den Text schrieben, sprechen nur für sich und nicht für alle Sanis im Kontext von Danni. Wir schreiben in jedem der folgenden Abschnitte, von wo die entsprechenden Informationen stammen.

Hier schreiben wir über ‚Polizeigewalt‘. Dabei ist es uns klar, dass nicht die Polizist*innen alleine an den Vorfällen ‚schuld‘ sind. Hinter ihren Handlungen steckt ein System, das an sich eine massive Form von Gewalt darstellt. Der Bau der A49 an sich ist auch Gewalt. Continue reading

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25.03. Demo für UP1 in Alsfeld

Disclaimer: Dieser Text wurde von Einzelpersonen verfasst und nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

⛓️🚷
Seit 26.11.2020 (126 Tagen) sitzt UP1 aus dem Danni in U-Haft.

❗️ Am Donnerstag 25.3.21 ab 12 Uhr ist Demo vor dem AG Alsfeld. Dort findet ab 14 Uhr ein weiterer Haftprüfungstermin statt. ❗️

🗒👩‍⚖️
Zum Hintergrund:
Nur wenige Tage nachdem mehrere Aktivisti durch das unprofessionelle Verhalten der Co²ps schwer verletzt wurden, gegen welche aber nur wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt wird, soll UP1 auf einer Traverse angeblich versucht haben, einen Co²p zu treten. Tatsächlich hatte der Mensch einfach Angst, deren nächstes Opfer zu sein und versuchte sich vor den unfähigen Co²ps zu retten. Anders als bei den Co²ps wurde gegen UP1 nicht wegen versuchter Körperverletzung, sondern versuchten Totschlags ermittelt. Diese skandalöse, politisch motivierte Anklage ist zwar mittlerweile vom Tisch, trotzdem sitzt UP1 wegen Personalienverweigerung immer noch in U-Haft, obwohl mehrere Videos eindeutig die Haltlosigkeit der Vorwürfe gegen UP1 sowie das vorschriftswidrige und gefährliche Handeln der Klettercops belegen.

Kommt am Donnerstag zur Demo in Alsfeld oder macht eine Soli-Aktion in eurer Stadt und bringt unsere Wut auf die Straße! 🤬🏴‍☠

Falls ihr nicht könnt, hier die Kontodaten für die Antirep-Kasse:
💰

Konto: Spenden und Aktionen
IBAN: DE29 5139 0000 0092 8818 06
BIC: VB­MH­DE5FXXX
Bank: Volksbank Mittelhessen
Verwendungszweck: Antirepression A49

❗️ Freiheit für alle Gefangenen!❗️
❗️ Knäste zu Baulücken! ❗️
❗️ Burn Prisons not Coal! ❗️

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Demo vor der JVA Rohrbach am 19.03

Disclaimer: Diesen Beitrag haben wir von https://freethemall.blackblogs.org/demo-vor-der-jva-rohrbach-am-19-03/ kopiert und die Veröffentlichung wurde nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Sie würden uns gerne im Knast begraben – Unsere Solidarität gegen ihre Repression

Am Freitag, den 19 März, wollen wir ab 16 Uhr vor dem Knast im rheinland-pfälzischen Rohrbach die Gefangenen und insbesondere Björn grüßen, der am 14. November letzten Jahres im Dannenröder Wald festgenommen wurde und seitdem in der dortigen JVA inhaftiert ist.
Regierungen maßen sich an, Menschen einen Teil ihres Lebens zu rauben, um ihre politischen, ökonomischen und geostrategischen Machtinteressen durchzusetzen. Die Ausplünderung des Planeten und die Zerstörung von Gesellschaften werden hierbei bewusst in Kauf genommen.
Das Knastsystem ist in einer langen Liste von Repressalien das letzte Glied.
Von diesem System betroffen sind auch drei Kurden. Mazhar Turan, Gökmen Çakil und Hüseyin Acar wurden in den letzten Monaten vom Oberlandesgericht Koblenz verurteilt, weil sie sich für das emanzipatorische Projekt einer anderen Gesellschaft einsetzen, dessen Säulen basisdemokratisch, feministisch und ökologisch sind.
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