Direkte Antwort auf Polizeigewalt im Danni

Disclaimer: Diesen Beitrag haben wir auf de.indymedia.org gefunden und die Veröffentlichung wurde nicht mit der ganzen Besetzung abgesprochen. Es gibt keine autorisierte Gruppe und kein beschlussfähiges Gremium, das ‚offizielle Gruppenmeinungen‘ für die Besetzung beschließen könnte. Die Menschen in der Besetzung und ihrem Umfeld haben vielfältige und teils kontroverse Meinungen. Diese Meinungsvielfalt wird daher hier nicht zensiert, sondern kann gleichberechtigt neben einander stehen. Kein Text spricht für die ganze Besetzung oder wird notwendigerweise von der ganzen Besetzung gut geheißen.

Am 13.12. griffen wir einen Polizei-Außenposten in der Nordstadt in Kassel an. Und das nicht ohne Grund. Wir stehen Solidarisch an der Seite aller Betroffenen von Polizeigewalt und Repression. Gute Besserung an unsere Verletzten Freund*innen und weiterhin gutes durchahlten an alle Linkspolitischen Gefangenen.

Ob Sicherheitsseile durchtrennen, Faschist*innen in Leipzig durch die Stadt laufen lassen oder eigene Rechtsextreme Gruppen etablieren: Die Cops haben in letzter Zeit wieder gezeigt, das sie nicht nur Faschist*innen schützen, sondern auch keinerlei Respekt vor dem Leben an sich haben.

Zum 13.12.2020 haben wir deshalb den Polizeiposten in der Nordstadt angegriffen. Wir haben an der Wache einen Slogan hinterlassen: All Cops Are Biomüll. Damit wollen wir allen Polizist*innen zeigen was wir von Ihnen halten. Um das zu verdeutlichen haben wir Biomüll vor der Station verteilt, damit der Slogan auch geruchlich ihren Start in den Tag versaut.

Um die rassistische, gewalttätige und unterdrückerische Polizeipraxis zumindest für ein paar Tage in der Nordstadt zu verkomplizieren, haben wir die Türen der Wache mit Sekundenkleber präpariert. Wir hoffen damit den Menschen in der Nordstadt, wenigstens für eine kurze Zeit ein freieres Leben zu ermöglichen.
Um unserer Wut und unserem Hass Ausdruck zu verleihen, haben wir zu dem Steine in die Fenster der Wache geworfen.
Das was ihr im Danni getan habt, werdet ihr in der Stadt 1000 Fach zurück bekommen. Ihr habt friedliche Menschen schwer verletzt, manche können heute nicht ohne Hilfe laufen. Es ist ein weiterer Höhepunkt der staatlich legitimierten Gewalt gegen Menschen erreicht worden. Das werdet ihr ab dem heutigen Tag zurück bekommen. Wir werden euch bei jeder Möglichkeit angreifen.

Nicht nur die vielen Verletzungen von Personen sind verachtenswert, auch der Mediale Umgang mit ihnen ist mehr als Respektlos. Es gibt keine guten Cops, nur die die Menschen verletzen und die die diese Decken. Deshalb ist es legitim jede*n von euch zu erwischen. Ihr habt nur noch Verachtung verdient!

Quelle: https://de.indymedia.org/node/124297

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4 Responses to Direkte Antwort auf Polizeigewalt im Danni

  1. Richtigsteller says:

    Wenn man über die Polypen in der 2.Person spricht, heißt es korrekt: „Ihr SEID Faschisten“.
    Ansonsten stimmt es, nur die Farbgebung ist neu: Blau ist das neue Braun.
    Deutlich bei:
    AFD, RWE, Polizei, CSU, Facebook.

  2. OhneWorte says:

    Ihr seit alles Faschisten, nur mir einer anderen Farbgebung und nichts weiter!

  3. Richtigsteller says:

    Etwas dämlich, der Kommentar von Nelson.
    Selbstverständlich werden die Polypen entmenschlicht. Aber auch nur, weil irgendwelche Deppen sie vorher fälschlich VER-menschlicht haben. Richtigstellung also!

    Da bei rund 12000 Fällen von physischer Polizeigewalt jedes Jahr, nur ein Bruchteil staatlich oder eigenmächtig vergolten wird, ist es gut, wenn diese Hemmschwelle endlich gesenkt wird.

    Leider haben sie ja nur Sachschäden verübt, die Täter selbst kamen blöderweise mal wieder nicht an ihre verdienten Verletzungen.
    Ist ja auch schwierig, da die Bereitschafts-Gestapo ja nicht nur aus Kassel kommt, sondern Tausende, die aus der gesamten BRD angereist kamen, um ihre Polizeipogrome zu feiern. Da reicht die Kasseler Wache nicht.

  4. Nelson says:

    Dass der Beitrag, „Direkte Antwort auf Polizeigewalt im Danni (Posted on 15. Dezember 2020 by waldstattasphalt) von indymedia hochgeladen wurde, macht mich nachdenklich: „…All Cops Are Biomüll …“ Was vielleicht als witzige Idee gehalten wurde, hat einen gefährlichen Beigeschmack.
    Polizist*innen werden entmenschlicht und so die Schwelle gesenkt, wie man mit ihnen umgehen kann. Wie ist es zu verstehen, wenn es da heißt „…Es gibt keine guten Cops, nur die die Menschen verletzen und die die diese Decken. Deshalb ist es legitim jede*n von euch zu erwischen“?
    Da kommen ungute Erinnerungen hoch.
    Im Beitrag „Eine autonome Einschätzung zur Fortführung des Kampfs im Dannenröder Wald, (Posted on 8. Dezember 2020 by waldstattasphalt ) wird an den Widerstand gegen die Startbahn West erinnert: „…..Der Dannenröder Forst kann die Startbahn West unserer Generation werden. Das Potential gesellschaftlicher Mobilisierung ist groß. Wenn wir aus den Kämpfen von damals lernen, können wir hier einen erfolgreichen politischen Kampf führen, der die Realität der Zukunft verändert. ….“ .
    1987, am 6. Jahrestag der Hüttendorfräumung fielen während einer Demonstration 14 Schüsse im Mönchbruchwald. Zwei Polizisten waren tot. Sieben weitere wurden verletzt. Danach gab es keinen organisierten Protest mehr gegen die Startbahn.
    Im Text von Bernd Langer und Horst Schöppner: Die Todesschüsse – Startbahn West 1987 (gekürzt erschienen in der Jungen Welt vom 3.11.2017) sind die Erfahrungen der militanten Gruppen im Rhein-Maingebiet eindrücklich dokumentiert.
    https://kunst-und-kampf.de/WordPress_02/die-todesschuesse-startbahn-west-1987/
    Natürlich kann man die Situation an der Startbahn West nicht einfach mit dem Protest und Widerstand um den Dannenröder Forst vergleichen. Große Teile der „autonomen Einschätzung“ kann ich nachvollziehen und die Wut und Empörung über die Polizeigewalt ist mir nicht fremd. Aber ich werde hellhörig bei den pauschalen Formulierungen wie „…Die Cops sind hierbei selbst politischer Akteur. Als Kettenhunde der herrschenden Klasse sind sie die Exekutive einer zerstörerischen Verwertungsideologie,….Sie (die Polizei) nimmt dabei Schwerverletzte und Tote in Kauf, sie behandelt die Menschen im Wald und die Gefangenen wie den letzten Dreck, aber zeigt damit ein mal mehr, dass sie in ihrer Feindschaft zum Leben jedem Willen nach Freiheit und einer besseren Welt entgegen steht.“ Oder „..Das plötzliche Auftauchen von vermummten, wütenden Menschen zwischen den Bäumen, die den direkten Angriff auf die Polizei wählen, ist ein integraler Bestandteil des Konflikts für eine bessere Zukunft.“
    Ich werde hellhörig, weil sich so „militant sein“ auf die Konfrontation mit der Polizei reduzieren lässt. Dann kommt es zu Aktionen wie den Angriff auf den Polizei-Außenposten in der Nordstadt in Kassel mit der m.E. sehr problematischer Begründung. Wenn aus den Kämpfen um die Startbahn West gelernt werden soll braucht es meines Erachtens einen Aktionskonsens, der ausschließt, dass Menschen ernsthaft zu Schaden kommen.
    Die Klimagerechtigkeitsbewegung braucht einen langen Atem!
    Venceremos
    Solidarische Grüße
    Nelson

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