Dieser Text wurde von Einzelpersonen geschrieben. Er spiegelt somit auch nur die subjektiven Meinungen und Ansichten dieser Einzelpersonen und keinesfalls die einer Gruppe oder Bewegung wieder.
Wir sind eine autonome Gruppe von Aktivist*innen, die sich solidarisch mit der Besetzung des Danneröder Waldes erklären.
Heute morgen haben wir zwei Eingänge des VW-Werk Kassels, direkt an der A49 blockiert.
Zwei Tripods die jeweils von Menschen besetzt sind, versperren die Zugänge zum Werk. Unterstützt werden sie von Bannern und Gesang.
Mit unserer Aktion greifen wir einen der größten Standorte der Automobilindustrie in Deutschland an.
Unser ziviler Ungehorsam richtet sich nicht gegen Mitarbeitende von VW, wir richten uns gegen Konzern-gesteuerte und Auto-fokussierte Verkehrspolitik. Der Großkonzern VW spielt mit seiner PKW-Produktion dabei eine große Rolle. Beim Werk in Baunatal handelt es sich um das zweitgrößte VW-Werk deutschlands.
Die Produktion und der massive Gebrauch von Autos in westlichen Industriegesellschaften stützt sich auf fossile Ressourcen, die unter unwürdigen Bedingungen besonders im globalen Süden abgebaut werden und die Klimakrise weiter vorantreiben.Während Teile der westlichen Industriegesellschaft es sich auf der Sitzheizung der neuen VW-Kutsche gemütlich macht, werden in anderen Gebieten der Welt Menschen und Umwelt ausgebeutet und ebendiese spüren auch am stärksten die Folgen der Klimakrise und des globalen fossilen Kapitalismus.
Mit unserer Aktion schaffen wir nicht nur Aufmerksamkeit für den Dannenröder Wald und das Thema Verkehrswende, sondern stören den Ablauf der Produktion um die Automobilindustrie direkt zu bremsen.
Was wir fordern ist ein sofortiger Baustopp der A49, sowie ein klimagerechter und kostenloser ÖPNV.
Da die im Parlament vertretenen Parteien keine ausreichenden Maßnahmen für eine gerechte Klimapolitik ergreifen, sehen wir die Aktionsform des zivilen Ungehorsams als notwendig an, um unserer Meinung Raum zu geben und klimagerechtes Handeln selbst in die Hand zu nehmen.
Wenn wir solidarisch mit den Opfern des fossilen Kapitalismus sein wollen, müssen wir uns gemeinsam aktiv gegen die Machtinteressen der Automobilindustrie stellen. Im Danni und überall sonst.
Alle Wälder bleiben!