Auffahrunfall auf der A3

Dieses Statement wurde vom Presseteam geschrieben und nicht mit der gesamten Besetzung abgesprochen, kann also auch nicht für die gesamte Besetzung sprechen. Grundsätzlich kann kein Artikel auf diesem Blog für die ganze Gruppe sprechen, weil diese sehr divers ist und diese Diversität an Meinungen im Blog nicht aktiv zensiert wird.

 

Es kam heute auf der A3 zu einem Auffahrunfall. Dabei wurde nach unseren Informationen eine Person schwer verletzt.

Es ist schrecklich, dass es zu dieser Tragödie gekommen ist. Wir fühlen mit den Angehörigen und hoffen, dass die verunfallte Person sich gut erholt. Jeder Verkehrsunfall ist ein Schicksalsschlag, der gerade durch seine unerwartete Plötzlichkeit die Betroffenen tief erschüttern kann. Unsere Gedanken sind bei allen, die durch dieses Unglück in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Polizei bringt diese Tragödie in Zusammenhang mit einer Abseilblockade über der A3, mit der Aktivist*innen gegen die Rodungen für den Bau der umstrittenen A49 protestieren wollten.

Wir finden es geschmacklos, dass die Polizei schon innerhalb einer Viertelstunde nach dem Unfall über Twitter Anschuldigungen geäußert hat, während Auffahrunfälle bei Autobahnstaus ansonsten als trauriger Alltag akzeptiert werden.

Auf diese Anschuldigungen heute schon einzugehen, würde diesem schrecklichen Ereignis nicht gerecht werden. Heute wollen wir den Angehörigen die Ruhe lassen, mit diesem Schock umzugehen.

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66 Responses to Auffahrunfall auf der A3

  1. Basti says:

    Hab mir heute von meinem Geld, welches ich durch Aktien erwirtschaftet habe eine 400PS Auto gekauft. Sobald die Autobahn fertig ist blase ich mit 250 durch den asphaltierten Herrenwald. Danke Merkel 😍

  2. Carrot says:

    Wer hat die Verantwortung?
    1) Verursacher der Klimakrise/Ökokrise?
    2) Klima- und Öko-Aktivisten?
    3) Verkehrsminister, die Tempolimit verhindern?
    4) Polizei, die den Stau nicht ausreichend gesichert hat?
    5) Autofahrer, welche nicht vorausschauend fahren?

  3. Michael Schmitt says:

    Reicht der eine Schwerverletzte nicht, wird gerade nachgelegt auf der A3. Pfui Teufel. Nix gelernt

  4. Clemens Pasch says:

    So wie die Aktivisti da hingen, hatte jeder LKW drunter her gepasst. Effektiv haben die Aktivisti also nicht den Verkehr gesperrt, sondern die Polizei.
    Natürlich haben die Aktivisti dies provoziert. Aber es waren die Gesetze, die die Polizei den Verkehr hat abriegeln lassen.
    Wer trägt also jetzt wirklich die SCHULD?!
    Aktivisti, Polizei oder Gesetze?
    Das kann mensch leider nicht einfach schwarz und weiß beantworten.
    Es ist leider deutlich komplizierter…

  5. Clemens Pasch says:

    Es ist sehr wichtig jetzt, dass mensch sich klar macht, dass es geschmacklos ist dieses Ereignis zu nutzen um wieder von Linksterrorismus zu reden.
    Es ist aber natürlich auch gefährlich Autobahnen zu blockieren. Denn Autobahnen und die alltäglichen Staus birgen halt Unfälle und tote. Durch die Provokation eines Staus, provoziert mensch also Unfälle, weil sie kausal gekoppelt sind.
    Das hätte mensch wissen können. Das muss tatsächlich juristisch aufgearbeitet werden.
    Aber eigentlich führt es halt mal wieder vor Augen (wie es eigentlich jeder Unfall tun sollte) wie gefährlich und überwindungswürdig bzw modernisierungsbedürftig der motorisierte Individualverkehr (geworden ) ist.
    Da jetzt nicht drüber zu reden wäre sowas von falsch.
    Denn darum geht es halt.
    Es sterben jeden Tag Menschen in Staus und das alleine sollte die Menschen so sehr auf die Palme bringen, dass sie unsere Mobilität radikal modernisieren wollten. Aber die Menschen werden erst dann auf die Palme gebracht, wenn eine Person unmittelbar mit einer Tragödie in Bezug gebracht werden kann. Dass das System alltäglich zu eben jenen und anderen , schlimmeren und weniger schlimmen Tragödien führt, ist schwerer zu greifen.
    Das system ist halt einfach viel abstrakter als greifbare Menschen.
    Deshalb fällt es vielen Menschen so schwer das tödliche und zerstörerische Mobilitäts-System ändern zu wollen.
    Obwohl das halt wirklich zu echten Lösungen führen würde…

  6. Manuel Vogel says:

    Bei den Aktivist*innen der A3 hat sich mit Bekanntwerden des Unfalls ein beklommenes Gefühl schätzungsweise ganz von selbst eingestellt. Hier hätte wohl niemand nachhelfen müssen. In der Hessenschau wurde eine Aktivistin interviewt, die in einer für mich geradezu anrührenden Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit geäußert hat, dass es „wohl irgendwie schon“ eine „Verantwortung“ gebe. Hätten die Feinde nur geschwiegen!
    In dem Moment aber, da die reaktionären Kräfte den Unfall instrumentalisiert haben, um ihren Hass gegen die Klimabewegung endlich einmal ungezügelt äußern zu können, haben sie den ganzen Vorfall dort verortet, wo er eigentlich hingehört, nämlich auf die Ebene des scharfen (und sich hoffentlich noch bis in gesellschaftlich nicht mehr Erträgliche verschärfenden!) Konflikts zwischen aufrechten, jungen Menschen, die sich gegen die Beharrungskräfte der wirtschaftlichen und politischen Unvernunft stemmen, und einem reaktionären Kleinbürgertum, das vernichten will, was es nicht versteht. Das eigentlich Schreckliche ist nun nämlich nicht mehr der Anblick der zerquetschten Motorhaube, sondern der Zynismus derer, denen schwere Verkehrsunfälle gleichgültig sind bis auf diesen einen, mit dem sie diejenigen zu kriminalisieren versuchen, die sie hassen. Also ganz unironisch einen Dank an Polizei, FAZ, BILD und Hassprols. Aber eines sei Ihnen noch gesagt: Das Verächtliche ihres Tuns steigt mit dem Grad an Bildung, über den Sie verfügen!

  7. Manuel Vogel says:

    Die Klimaaktivis*innen wollen sich nicht herausreden, sondern gegen Diffamierung und Kriminalisierung wehren, das ist ein entscheidender Unterschied und ihr gutes Recht und keineswegs ekelhaft, sondern sehr berechtigt und jeglicher Unterstützung wert. Hätten nicht Polizei, BILD, FAZ und Hassproleten (hier zuletzt h., 16. Oktober 2020, 13:26 und Hermann, 16. Oktober 2020, 17:37) in schöner Eintracht die Klimaaktivis*innen sofort für den Unfall unmittelbar moralisch und juristisch verantwortlich gemacht, hätte es auch diese abwehrenden Äußerungen nicht gegeben. Ein Unfall ist, was er ist, nämlich ein Unfall. Schon im Wort selbst stecken die engen Grenzen der Zurechenbarkeit, die Polizei, BILD, FAZ und Hassproleten in schöner Eintracht ignorieren, und zwar in absichtsvollem, bösem Willen.

  8. Thomas says:

    Hallo,
    Die Argumentationen die für diese Aktion hier in den Kommentaren benutzt wird, erinnert mich teilweise an die Argumentationen die Kriegsparteien benutzen um ihre hehren Ziele zu verteidigen. Um ein Land zu „befrieden“ oder von Terror zu befreien wird in Kauf genommen, das Teile der Zivilbevölkerung leiden oder aber auch dabei umkommen. Die Begrifflichkeit dafür kennt man Kollateral oder auch Begleitschaden.
    Das es bei dieser Tat sehr wohl auch zu einer Gefähdrung von Menschenleben kommen könnte, hat leider niemand der Aktionisten bedacht. Deshalb war die Aktion dumm, unüberlegt und hat dadurch einen Menschen schwer verletzt.
    Die Schuldfrage wird sich juristisch klären.

  9. Dieses Niveau wird der Tragödie nicht gerecht. Ich verstehe, dass Sie wütend sind, aber bitte zügeln Sie sich.

  10. Hermann says:

    Auch solche „Umweltaktivisten“ sind potentielle Mörder. Sie wissen was sie tun und was dies für Folgen haben kann. Mit derartigen Aktionen, die völlig sinnlos sind und allenfalls der geistigen Onanie dienen, nehmen sie Verletzung und Tod anderer billigend in Kauf. Alle, die die schlimme Aktion hier schönreden, sollten sich schämen.

  11. h. says:

    Ihr seid ekelhaft.

  12. Manuel Vogel says:

    Der juristische Kommentar (s.u.) sagte das Entscheidende: „Der Zurechnungszusammenhang wird unterbrochen, wenn ein pflichtwidriges Dazwischentreten Dritter stattfindet oder es sich um eine Selbstgefährdung des Opfers handelt.“
    Da die Klimabewegung gewaltfrei agiert, ist der Unfall dasjenige, was die Aktivisti nicht „in Kauf nehmen“, sondern im Gegenteil auf gar keinen Fall wollten und wollen. Was allerdings deutlich wird, ist das Ausmaß an Hass auf Seiten der Gegner, einschließlich Al-Wazir mit seiner Äußerung gestern, die Aktivisti würden „mit dem Leben anderer spielen“. Das habt Ihr nicht getan!

  13. Michael Schober says:

    Fakt ist das durch DIESE Aktion ein Mensch zu Schaden gekommen ist.
    Sich damit herauszureden das dies bei jedem Stau passieren kann, ist
    gelinde gesagt eine Frechheit und mich ekelt vor Leuten die dann
    behaupten das dies bei jedem Stau passieren kann.
    Denn wenn diese Aktion nicht stattgefunden hätte wäre es EBEN
    nicht passiert.
    Mein Menschenherz sagt mir das Leute die Menschen durch solche
    Aktionen gefährden hinter Gitter gehören.
    Geht für eure Sache demonstrieren, aber gefährdet nicht das Leben
    anderer mit euren Aktionen.
    IHR seid genauso schlimm wie Politiker, denn diese versuchen
    auch durch Worte Ihre Aktionen zu rechtfertigen.
    Habt IHR auch nur EINE Sekunde daran gedacht das durch solch
    eine dumme Aktion vielleicht jemand sterben könnte ?
    Habt Ihr das ? Beantwortet diese einfache Frage.
    Was hättet Ihr geschrieben wenn dies geschehen wäre ?
    Auch so einen Kommentar wie hier zu lesen ist, nach der Devise:
    Naja……. das kommt halt öfter bei Staus vor………
    Mich habt IHR aufgrund dieser Sache für eure Sache verloren.
    Wie andere darüber denken weiß ich nicht, aber niemand kann tolerieren
    wenn durch solch dumme Aktionen auch nur irgendjemand mit seinem
    Leben dafür zahlen muss (müsste).

    Statt einzugestehen wird eine Ausrede gesucht – wie in der Politik.

    Michael Schober

  14. Manuel Vogel says:

    Meinen solidarischen Gruß an die Aktivisti von der A3! Wie Peter Pan (14. Oktober 2020 at 12:20) hoffe auch ich, dass der Unfall Euch von weiteren Aktionen nicht abhält. Die juristische Stellungnahme von Berg (14. Oktober 2020 at 11:45) mit dem Kernsatz „(…) der Zurechnungszusammenhang wird unterbrochen, wenn ein pflichtwidriges Dazwischentreten Dritter stattfindet oder es sich um eine Selbstgefährdung des Opfers handelt“ scheint mir alles Nötige zu sagen, und es ist zu erwarten, dass die Justiz ebenso urteilen wird (und sei es in höheren Instanzen).
    Wichtig ist aber auch, dass Ihr Euch nicht moralisch unter Druck setzen, einschüchtern und beirren lasst. Niemand, auch niemand von Euch hat sich den Unfall gewünscht oder ihn billigend in Kauf genommen. Ebenso habt nicht Ihr die Sperrung veranlasst, sondern die Polizei. Wenn jemand „mit dem Leben Unbeteiligter gespielt hat“, so die Kriminalisierungsrhetorik nun auch von Al-Wazir (die ihn moralisch vollends erledigt), dann war es die Polizei, die nur deshalb gesperrt hat, weil der Inhalt des Banners politisch nicht genehm war. Banner an Autobahnbrücken sind völlig normal, da steht dann etwas drauf „Stau“, oder „Jenni, ich liebe dich“.
    Ohne Zweifel: Der Unfall verschärft den Konflikt. Ihr bekommt denn Hass Eurer Gegner nun noch stärker zu spüren als zuvor, noch perfider, unsachlicher, gemeiner. Aber bitte bedenkt: Wir haben erst dann die Wahrheit gesagt, wenn diejenigen, denen diese Wahrheit schadet, uns gefährlich zu werden. Demos, auch Großdemos, Unterschriftenlisten, Petitionen und alle diese anständigen Dinge sind so gesehen richtig, aber noch nicht wahr. Wahrheit zeigt sich, und Wahrheit zeigt ihre Kraft, wenn es gefährlich wird. Gefährlich wird es, wenn der Macht der ideologische Schleier heruntergrissen wird und sie ihr gewalttätiges Wesen zeigt.
    Im Neuen Testament steht der Satz: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“. Und im Roman „Hölderlin“ von Peter Härtling fand ich folgenden Passus, den ich Euch und allen, die in diesen Tagen körperliche oder psychische Gewalt leiden, mitgeben möchte. Härtling lässt an einer Stelle den jungen Hölderlin mit dem Revolutionär Philippe Lerouge zusammentreffen und ihn nach seiner Erfahrung von Freiheit fragen: „Ich wüsste, Monsieur, sehr gerne, ob es einen Augenblick gab, in dem Sie Ihrer Freiheit ganz sicher waren. (…) Lerouge setzte sich ganz auf, verschränkte die Arme vor der Brust. Ja. Als sie mich fassten, gefangen hielten in diesem Loch unter der Kirche von Rottenburg, dann nach Hirschau verschleppten, als sie mich schlugen, piesackten, mit heißem Wasser übergossen, da habe ich meine Freiheit an der ihren messen können. Und ich habe sie nie so sicher gehabt. Hölderlin ging auf ihn zu, beugte sich zu ihm nieder, gab ihm die rechte Hand, legte die Linke leicht auf seine Schulter, sagte: Sie haben mich aufgeklärt, Monsieur Lerouge“.

  15. Elch says:

    Ich muss sagen, dass mir bei ähnlichen Aktionen an/über der A5 vor einigen Tagen schon nicht so ganz wohl war. Es ist sehr bedauerlich, dass nun bei der Abseil-Aktion über der A3 ein Mensch, der ins Stauende gefahren ist, verletzt wurde. Ich wünsche ihm best- und baldmöglichste Genesung.
    Dennoch muss ich sagen, dass ich meinem „Rechtsempfinden“ nach die Schuld etwa folgendermaßen verteilen würde: 5% die Abseil-Aktivisten, 25% Eigenschuld (vermutlich unangepasste Geschwindigkeit , zu geringer Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, Unaufmerksamkeit) und 70% die hessische Landesregierung und Herr Al-Wazir. Man muss sich klar machen, dass die Aktivisten in einer Art Notwehrsituation handelten. Die Rodung von Wäldern in Trinkwasserschutzgebieten für völlig überflüssige Autobahnen ist mittlerweile sachlich und fachlich total falsch und gefährdet das Überleben aller. Die Aktivisten würden viel lieber ihr normales Leben führen, statt dessen sind sie genötigt, gegen die Zerstörung ihrer (und unser aller) Lebensgrundlagen und denen der zukünftigen Generationen zu protestieren.
    Zum Unfall möchte ich noch ein paar Gedanken anmerken. Immerhin haben es Tausende geschafft, rechtzeitig zu bremsen. (daraus folgt: Ein Stau birgt eine Gefahr, aber diese Gefahr ist wohl letztlich eher klein.) Staus auf Autobahnen entstehen ständig, und zwar durch Unfälle*, durch Pannen*, durch zu hohes Verkehrsaufkommen und auch durch Polizeikontrollen*. Ich habe noch nicht gehört, dass in den Fällen* die Verursacher (zusätzlich) dafür verantwortlich gemacht werden, wenn in das Stauende des dadurch entstehenden Staus jemand reinfährt.
    Ich weiss nicht, wie schnell der verunglückte Fahrer auf der A3 war, aber ein Tempolimit von 100 km/h, das auch ökologisch sehr sinnvoll wäre, hätte möglicherweise bzw. wahrscheinlich den Unfall weniger schlimm ausgehen lassen. Auch für Tempolimits sind die Regierungen verantwortlich.

  16. Anonymous says:

    ‚Tragödie‘, das ist ein unausweichliches ‚Schicksal‘, auch dieses Wort verwendet ihr tatsächlich in Eurer Presseerklärung. Beides ist absolut unpassend.

    Ja, wir müssen gegen den Klimawandel und den zerstörerischen Individualverkehr (mit vielen Opfern) und auch gegen soziale Ungerechtigkeit angehen. Und wie gut, dass ihr euch so entschieden und kreativ einsetzt – im Wald, bei Blockaden (VW), durch Demos – überall und jederzeit.

    Aber eine Aktion direkt über einer Autobahn ist ein Fehler, kalkuliert die Schädigung von Menschen ein und dazu kam es. Keine Tragödie. Kein Schicksal. Ein politischer Fehler. Bitte benennt den auch.

    Und sammelt zumindest symbolisch Geld und Grüße für eine Wiedergutmachung bei der betroffenen Person, in der Hoffnung, dass diese es annehmen kann und will.

    Mit Solidarität

  17. Volker Ebertshäuser says:

    Guten Tag,
    An alle Aktivisten die für Ihr Umweltbewusstsein eintreten.
    Diese Aktion war unverantwortlich und höchst gefährdend für unbeteiligten Personen.
    Wenn Ihr etwas ändern wollt dann macht eine ordentliche Berufausbildung und lernt Alltag.Oder studiert und geht in die Politik um dort mitzugestalten.Dann geht aber mit gutem Beispiel voran und lebt Eure Vorstellung von Gesellschaft aus mit aller Konsequenz. Von Freitags nicht zur Schule gehen und nach dem Studium ein Auszeitjahr in Australien nehmen mit dem Flieger hin und her,das geladene Handy immer zur Hand und weil man ja so umweltbewusst ist mit der ältesten Karre umherfahren und chillen— davon liebe Aktivisten haben Eure Eltern oder Ureltern nicht das Geld zusammengespart um Euch einen guten Start ins Alltagsleben zu ermöglichen.Von mir aus wäre es gerecht wenn für die Abseiler ein Verfahren eingeleitet wird.Vor allem sollte man überprüfen ob Führerscheine vorhanden sind und Diese sofort einziehen.Ihr braucht ja kein Auto um Euren Lebensunterhalt zu verdienen.
    Und an unsere Richter,wer so vorsätzlich Staus herbeiführt der sollte auch mit allen Mitteln des Rechts dafür zu Verantwortung gezogen werden.Der Einsatz unserer im Moment so hoch geschätzten Rettungskräfte ,denen ich hiermit wieder einmal mein Lob aussprechen möchte,ist bei einem solchen Aufwand ja weiß Gott nich kostenlos.
    Wer so rücksichtslos in öffentliche Belange eingreift,der muss auch mit den Konsequenzen seines Tuns zurechtkommen.

  18. Herr Hecker says:

    Eure Heuchelei in der Stellungnahme zum Unfall könnt Ihr Euch sonst wo hinschieben: Ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht des des Verunfallten und dessen Angehörige. Übrigens: Warum habt Ihr besorgte Naturschützer, die in Bäumen und auf Autobahnbrücken rumturnen, sich nicht einmal um die Menschen und deren Gesundheit Gedanken gemacht – oder gar demonstriert-, die an der B3 seit Jahrzehnten den Durchgangsverkehr ertragen müssen? Mögliche gesundheitlichen Langzeitfolgen für diese Menschen könnt Ihr mal googeln – ist ganz einfach-. Aber was erzähl ich – interessiert Euch eh nicht und wird Euch nie interesieren – seid halt keine Menschenfreunde… PS: Kürzlich, bei der letzten Demo im Dannenröder Forst, musste die Polizei den Verkehr umleiten: Alle Parkplätze waren belegt….(HR3 Verkehrsnachrichten) Selbst Umweltschützer wollen anscheind nicht auf IHR Auto verzichten…

  19. Jürgen Nikodemus says:

    Ihr seid Terroristen, andere Menschen durch einen Stau gefangen zu nehrm und so zu Geiseln zu machen. Ins brsondere durch eure „Aktion“ ist ein unschuldiger schwer verletzt worden. Und das is eure nur eure schuld!

  20. Kai Borner says:

    Mutige Aktion, aber viel zu uebertrieben. Es gibt sehr viele Ungerechtigkeiten fuer die es sich lohnt auf die Strasse zu gehen, wie zB wegen Fluechtlingspolitik, Kriege, Feminismus etc., doch ich kann mich doch nicht zB jedes Mal auf die Koelner Hohenzollernbruecke stellen und die wichtigste Eisenbahnschnittstelle blockieren?! Warum die kleinen Leute bestrafen? Wenn euch jemensch eines Besseren belehren will, dann doch nicht mit einer Bestrafung. Nichts fuer ungut, aber das bringt nur Unmut.

  21. Axel S. says:

    Wieso wird mein Kommentar nicht veröffentlicht ?

  22. Michael Schmitt says:

    Ich respektiere Menschen die für ihr Tun die Verantwortung übernehmen. Das kann ich bei Ihnen nicht einmal ansatzweise erkennen und das entsetzt mich.
    Und zu dem Kommentar von diesem „Herrn Bergstedt“. Waren sie dabei oder wieso können sie hier herumposaunen es sei ein schwerer Fahrfehler gewesen. Diese verbohrte Menschenverachtung ist nicht entsetzlich sondern furchtbar.

  23. Peter Wolf says:

    Ich kann nur hoffen, dass der Schwerverletzte überlebt und wieder vollständig gesund wird.
    Dann hoffe ich, dass er die Aktivisten zivilrechtlich belangt und das dies auch strafrechtlich passiert!
    Protest ja, aber doch nicht so, dass andere Menschen grob fahrlässig gefährdet werden!!!
    Vor Schreck verreist vielleicht jemand das Lenkrad und es passiert noch viel schlimmeres.
    Gedacht wurde hier scheinbar nicht!

  24. Martin says:

    Zumindest die rechtliche Lage ist relativ klar.
    Es handelt sich um einen „Gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr“. Ist in der Wikipedia relativ gut verständlich erklärt.

    Der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr ist ein Tatbestand des deutschen Strafrechts. Er zählt zu den gemeingefährlichen Straftaten und ist im 28. Abschnitt des Besonderen Teils des Strafgesetzbuchs (StGB) in § 315b normiert…
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4hrlicher_Eingriff_in_den_Stra%C3%9Fenverkehr

  25. Axel S. says:

    Ich bin durch Zufall auf Eure Seite gestoßen und ich muss sagen es tut weh zu lesen, wie einige versuchen, die Tragödie klein zu reden. So als wenn Opfer für Eure hehre Sache gerechtfertigt sein und eben passieren. Sagt doch einfach mal „Scheiße, damit haben wir nicht gerechnet und haben es auch nicht gewollt. Entschuldigung an alle, die darunter leiden müssen. Das wäre ein erster guter Schritt und würde Euch vielleicht einige Sympathien zurückbringen.

  26. Anonymous says:

    Habe euren Protest bis heute mit viel Wohlwollen verfolgt. Bin zwar nicht immer einer Meinung mit Protestierenden was Art und Weise des Protests angeht, insbesondere im Umgang mit Polizist*innen. Aber insgesamt fand ich das immer richtig und wichtig, sei es hier in Hessen oder beim Hambi, und und und….

    Das hier ging zu weit. Und da stimmen mir auch alle Bekannten zu. Fahrlässig Menschenleben unbeteiligter zu riskieren durch eine solche Aktion ist das absolut Letzte! Euer Statement dazu ist Geschmacklos.

    Ich bin vollkommen Sprach- und Verständnislos.

    Schämt euch…

  27. Another Anonymous says:

    Ihr diverses (Zitat!) Grüppchen sollte sich schämen! Rücksichtslos für die eigenen ideologischen Überzeugungen wird alles in Kauf genommen, inzwischen selbst Menschenleben! Das ist verbrecherisch und völlig inakzeptabel! Die Verantwortung dann anderen zuschieben zu wollen und sich selbst als Kämpfer für die gerechte Sache – ohne Rücksicht auf Verluste – darzustellen, ist das bekannte, unsägliche Verhalten.

    Sie werden es als oft gehörte Plattitüde wahrnehmen, dennoch ist es ernst gemeint und stets sinnvoll: Wie wäre es mit der Aufnahme einer geregelten Arbeit oder der Präsenz beim Studium, um genau die Wertschöpfung zu erarbeiten, die wir für Ihre ideologischen und sauteuren Tagträume einer umfassenden Klimawende benötigen? Besseres Klima durch saubere Technik gibt es nicht umsonst und die bösen Reichen können und werden es nicht alleine bezahlen!

    Welch gefährliche Verblendung und intellektuelle Arroganz…

  28. Thommy says:

    „Hätte man sich nicht abgeseilt –> Kein dadurch verursachter Stau –> Kein Unfall“

    Die Argumentation kann man auch weiter treiben: „Kein Autobahnausbau der A49->Keine Rohdungen von Wald dort->kein Protest->kein Abseilen->Kein Stau->Kein Unfall“
    Also ist der Ausbau der A49 die Ursache???

    Das ist doch Käse. So leid ist es mir tut: Der Unfallfahrer ist hier selbst und alleinig schuld.

  29. Harald Mauch says:

    Würdet ihr Faulenzer etwas arbeiten, so wie die Mehrheit die auf Autobahnen unterwegs sind und so auch auf der A3 massiv behindert, gefährdet und eine Person sogar geschädigt wurden, so hätten ihr Idioten keine Zeit solch ein Käse zu vollziehen.

    Die verletzte Person trägt womöglich für den Rest seines Lebens Spätfolgen davon.

    Ihr hirnlosen Verbrecher!

  30. Heinrich Mayer says:

    Mir wäre der Unfall nicht passiert. Wenn man mit rasen auf der linken Spur beschäftigt ist, achtet man zwangläufig mehr auf den Verkehr als wenn man hinter LKWs träumt 😉

    Meine Forderung: freie Fahrt für freie Bürger
    Forderung der Aktivisten: Tempo 60 auf Autobahnen 😉

    Alles Gute dem Unfallopfer :-C
    Wünsche Ihm eine vollständige Genesung

  31. Wolfgang Ksoll says:

    In Hambach fällt ein Journalist tot von den Bruchbuden der Waldpartygänger. Auf der A3 wird der Verkehr gestört durch illegale Demonstranten, die von einer Autobahnbrücke was runter lassen. Die Polizei hält den Verkehr an der Demonstranten, es kommt zum Stau, hinten fährt einer drauf und wird schwer verletzt. Ich finde es reicht.
    Vor allem weil das Demonstrationsziel absurd ist. Die Autobahn soll nicht gebaut werden. Die Waldpartygänger wollen lieber mehr Emissionen durch PKWs und LKWs über die Dörfer wegen längerer Wege als über die Autobahn. Die Anwohner, die sich seit Jahren darüber beschweren sollen nach den „Umweltschützern“ weiter mit mehr Emissionen direkt an der Straße in ihren Wohnzimmern zugestunken werden. Das ist kein Umweltschutz, sondern brutale Schädigung von Menschen. Damit macht man den Ruf von FFF kaputt, wenn man weiter Menschen mit mehr Emissionen belasten will.
    Mir wäre lieber, FFF würde in die Politik gehen und sich nächstes Jahr für den Bundestag bewerben. Und bei den Grünen austreten, die nicht wissen, was sie wollen. In Hessen für Autobahn, im Bund gegen Autobahn (und für mehr Emissionen).
    Waldpartys und Zoff mit den Bullen, der wie in Hambach über Leichen geht, ist keine Politik. Politik macht man in der Demokratie im Parlament. Seid mutig: geht in die Politik, hört mit der lebensgefährlichen und oft kriminellen Spielerei im Wald auf. Bitte!

  32. Vogelsberger says:

    Kauft euch doch irgendwo eine Wiese oder einen Acker, da könnt ihr 24 Stunden am Tag demonstrieren. Aber versucht nicht, durch eure blödsinnigen Aktionen den öffentlichen Verkehrsraum zu stören und Menschenleben zu gefährden.
    Seht endlich ein, dass durch solche Aktionen der Bau drr A49 nicht verhindern wird.

  33. Roman S. says:

    Schämt euch. Ich wünschte die Person die verletzt wurde wäre euer Vater, Mutter oder Sohn. Dann würden ihr vielleicht verstehen, dass es um Menschenleben geht und nicht um Bäume. Total bekloppte Aktion. Grobe Fahrlässigkeit!!!

    Schämt euch!

  34. Alfons says:

    Diese sogenannten Aktivisten gehören für den Unfall unbedingt zur Verantwortung gezogen.

  35. Alexander says:

    Der Stau ist nur entstanden, weil ihr euch abgeseilt hat.
    Ergo tragt ihr auch die Verantwortung für den Umfall.
    Es gäbe soviele Wege, zu protestieren, ohne dabei aktiv Menschenleben zu gefährden.
    Man könnte sich von sovielen Gebäuden oder ähnlichem abseilen, ohne dabei auf rücksichtslos gefährdende Art und Weise in den Straßenverkehr auf einer Autobahn einzugreifen.
    Sich dieser Realität zu verweigern ist entweder unfassbar naiv und dumm oder rücksichtslos und arrogant.

  36. Rolf says:

    Ein Auffahrunfall hätte bei jedem Stau passieren können, Mindestabstand, angepasst fahren,… Ob ein Unfall den Stau verursacht, ein Autoreifen auf der Fahrbahn oder eine Abseilaktion scheint meiner Meinung irrelevant.

  37. Homer Simpson says:

    Während ein Stauende nicht mit Absicht passiert ist dieses eindeutig ein Folge der Sperrung gewesen die es ohne Euch so nie gegeben hätte. Wäre ich es gewesen dann hättet Ihr mich auf dem Gewissen.

    Einer der eine PV Anlage hat ein Elektroauto bestellt hat und Steuern zahlt damit Leute die Geld von Staat beziehen das auch weiterhin tun können.

    Ein Stau verursacht mehr CO2 schäden als kein Stau. Ganz klever gemacht. Autos die nicht auf der Autobahn in 2h von a-b kommen brauchen dann halt 3-4h auf der Landstrasse. Noch mehr CO2.
    Es werden ja wegen Eurer Einwände nicht weniger Autos. Sie müssen nur längere und langsamere Umwege fahren.

  38. Matthias Lesch says:

    Es gibt eine juristische und eine moralische Ebene. Moralisch habt Ihr versagt und seid schuldig. Juristisch, na gut, das wird man sehen. Der Rechtsstaat schützt alle Menschen ohne Ansehen der Person, also auch Euch. Mit dem juristischen Rauswinden aus der Verantwortung seid Ihr in bester Gesellschaft.

  39. Ja says:

    Einen von euch verursachten Unfall als Alltag darzustellen? Ohne euren verursachten Stau wäre es nicht dazu gekommen!

  40. Peter Pan says:

    Ja, der Verkehrsunfall ist traurig und für die Verletzte Person eine schmerzliche Erfahrung, von der hoffentlich nichts zurück bleibt.
    Dass dies mit der Abseilaktion selbstverständlich nicht beabsichtigt war, kann das Geschehene nicht Rückgängig machen.
    Es darf aber auch nicht darüber hinweg gesehen werden, dass am Ende zahlreicher Staus immer wieder Autofahrer:innen unter LKWs krachen usw. Und da ist nicht der Stau schuld oder der Stauverursachende, sondern derjenige Mensch selbst, der offenbar nicht aufmerksam genug am Straßenverkehr teilgenommen hat, denn sonst wäre das Stauende bemerkt worden.
    Dass politische Akteure immer wieder auch Mittel des (kalkulierten) Rechtsbruchs einsetzen ist m. E. tolerierbar und leider oft notwendig, um die benötigte Aufmerksamkeit zu erlangen. Reine Strassendemonstrationen reichen dafür leider in den allermeisten Fällen nicht aus.
    Über welche Schuldigen sprechen wir in ein paar Jahren oder Jahrzehnten, wenn wir mitten in den Auswirkungen der heutigen Politik stecken? – Wer ist schuld an zuviel CO2 Ausstoß? An zuwenig Klimapolitik? – Sind wir nur in der Lage kurzfristige Misstsände zu behandeln und für langfristiges Handeln sind wir zu Wohlstandsfixiert?
    Ich wünsche der verletzen Person gute Besserung, wünsche mir aber dennoch, dass die Aktivist:innen sich dadurch nicht davon abhalten lassen, das aus ihrer Sicht Notwendige und Verantwortbare zu tun. Denn ihr Anspruch ist es ja gerade, Verantwortung für unser aller Zukunft zu übernehmen indem sie JETZT handeln.

  41. §§-Verbiegerei hinsichtlich Kausalität von Auto-Unfällen führt wie so oft in die Irre.
    Bei einem schlimmen Auffahr-Unfall mit kilometerlangem Stau durch eine Baustelle
    wird eben auch nicht die Baufirma verklagt. Mit dieser „Logik-Verbiegerei“ kann man so z.B. den beSCHEUERten in Berlin als verantwortlichen Autobahn-Bauer in den Knast stecken. Dieses System kann sich nicht an Vernunftskriterien oder wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren, sondern nur am Profit. Deshalb juckt es Regierungen nicht die Bohne, wenn Fähnlein geschwungen werden und vernünftig argumentiert wird.
    Leider geht dem Staat der friedliche Protest am Arsch vorbei.-

  42. Ce says:

    Ein unbeteiligter Mensch wurde durch Eure Abseilaktion schwer verletzt.

    Lasst einfach alles, wobei Menschen (Aktivist*innen, Unbeteiligte, Polizis*innen, Rettungskräfte – ich meine ALLE Menschen) zu schaden kommen können. Indem Ihr mit dem Leben anderer spielt, SCHADET Ihr der guten Sache denn das Verständnis in der Bevölkerung schwindet. Die öffentliche Stimmung wird defintitv kippen, wenn so eine Aktion die erste unbeteiligte Person oder Rettungskraft das Leben kostet.

  43. Marco K. says:

    Ihr meint, dass die Polizei „Auffahrunfälle bei Autobahnstaus als traurigen Alltag akzeptiert“. Diese Unterstellung ist eine sehr freche Unverschämtheit und angesichts des schwerverletzten Unfallopfers absolut unpassend. Die Polizei versucht ALLE Unfallverursacher zu ermitteln und einer gerechten Strafe zuzuführen. Egal ob die zu schnell, besoffen oder mit verschlissener Technik unterwegs waren (= fahrlässig bis grob fahrlässig), oder ob sie an einer Autobahnbrücke rumturnen ( = vorsätzlich).
    Polizei und Straßenbauer riskieren für unser aller Sicherheit tagtäglich ihr Leben bei ihrer Arbeit, und es gibt in diesen Berufgruppen auch immer wieder Tote !
    Die Autobahnen sind (leider) die vielerorts überlasteten Lebensadern unseres Wirtschaftssystems, gerade dort wo das Netz unzulänglich ausgebaut oder bereits verschlissen ist. Man kann den Autobahnverkehr Europas nicht einfach von heute auf morgen abschalten und weg isser. Wenn ihr einen Systemwechsel erreichen wollt (was ich im Denkansatz durchaus für anerkennenswert halte), dann btraucht ihr dafür MEHRHEITEN. Dafür bedarf es der Aufklärung der breiten Bevölkerung, und nicht waghalsiger Aktionen … mit Unbeteiligten die schwerverletzt im Krankenhaus landen und vielleicht nie wieder gesund werden können. So erreicht ihr das Gegenteil!

  44. Anonymus says:

    Der Unfall auf der A3 bei Idstein ist – wie so viele andere eine Tragödie. Die politische Instrumentalisierung dennoch und gerade deshalb unangebracht. Hierzu ein paar strafrechtliche Bemerkungen, die etwas Klarheit in das Dickicht von „Aber sie haben doch den Stau verursacht!“ und „Der Fahrer ist schuld!“ bringen sollen.
    Vorweggenommen sei, dass ich den konkreten Fall nicht abschließend beurteilen kann oder möchte. Dies ist den Gerichten vorbehalten.

    Relevant für eine Strafbarkeit sind in solchen Fällen vor allem der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b StGB) und Körperverletzungsdelikte (etwa § 223 oder § 229 StGB).

    § 315 b StGB ist ein abstraktes Gefährdungsdelikt, d.h. hiermit bestraft man die abstrakte Gefährlichkeit einer Tat, also dass bestimmte Verhaltensweisen erfahrungsgemäß, typischerweise (=abstrakt) gefährlich sind. Dazu muss es nicht zu einer konkreten Gefährdung kommen. Konkret erfordert § 315b StGB, dass ein Hindernis für den Straßenverkehr bereitet wird (§ 315b Abs. 1 Nr. 2) und dadurch Leib und Leben anderer Personen gefährdet werden. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass nicht der gesamte Luftraum über einer Straße zum Straßenverkehr gerechnet wird – klar irgendwann hört der räumliche Bereich des Straßenverkehrs auch nach obenhin auf. Diese Grenze kann man bei der vorgeschriebenen der Durchfahrtshöhe von Autobahnen (4,70m) ansetzen. Man kann also nicht mehr von einem Hindernis für den Straßenverkehr ausgehen, wenn man sich höher befindet, einfach weil es den Straßenverkehr räumlich nicht mehr betrifft. Auch mit Blick auf den Wortlaut des § 315b StGB ergibt dies Sinn: Man kann wohl kaum von einem „Hindernis“ für den Verkehr sprechen, wenn man sich in einer Höhe befindet, in der der Verkehr ohnehin nicht mehr stattfinden kann und darf.

    Kommen wir von der abstrakten Gefährdung zu den eingetretenen Verletzungen, dem „Taterfolg“ – ja so wird das im Strafrecht bezeichnet. Die strafrechtliche Verantwortung für den Erfolg wird mehrstufig geprüft.
    In einem ersten Schritt fragt man nach der Kausalität, dh der Ursächlichkeit des Tatbeitrages. Die ist in solchen Fällen meistens ohne Weiteres gegeben. Ohne Kletternde kein Stau, ohne Stau kein Auffahrunfall. Ursächlich sind aber auch die Menschen, die die Autobahn gebaut haben, deren Eltern und deren Eltern, am Ende ziemlich viele Personen. Die Verantwortungzuweisung kann also nicht allein über den Nachweis der Kausalität erfolgen, es braucht noch ein weiteres Kriterium.
    Dieses Kriterium ist die sog. objektive Zurechnung. Man fragt sich hier ob der Taterfolg – also die eingetretene Verletzung – den Tätern auch objektiv zugerechnet werden kann. Die objektive Zurechnung ist eine Art normativer Filter, der der Frage nachgeht: War das wirklich „das Werk“ der Täter*in. (Einfacher Fall: Obwohl auch Eltern kausal für einen durch ihr Kind begangenen Totschlag sind, ist die Tötung dennoch nicht „ihr Werk“. Näherliegender Fall: Obwohl auch eine Baustellenbetreiberin kausal für einen Stau und den hierauf beruhenden Auffahrunfall ist, ist dieser Auffahrunfall dennoch nicht „ihr Werk“.)
    Etwas genauer: Eine Tat kann dann objektiv zugerechnet werden, wenn der Handelnde durch seine Handlung eine rechtlich missbilligte Gefahr für eine Rechtsgutsverletzung geschaffen hat, die sich im konkreten Erfolg realisiert hat. Fiese Definition. Übersetzt auf eine solche Fallkonstellation heißt das: Das Abseilen von einer Autobahnbrücke müsste eine rechtlich missbilligte Gefahr für die Verletzung von Straßenverkehrsteilnehmer*innen darstellen, die sich dann eben genau in einem Unfall und den Verletzungen realisiert.

    Hier gibt es also zwei Komponenten: Schaffung einer rechtlich missbilligten Gefahr und Realisierung eben dieser Gefahr durch den Erfolgseintritt.
    Bereits die erste Voraussetzung ist in einem solchen Fall nicht erfüllt, wenn man der Argumentation zu § 315b StGB oben folgt. Doch auch wenn wir diese (schwierige) Frage ausblenden und die Gefahrschaffung bejahen, scheitert es an der zweiten Voraussetzung, der Realisierung der Gefahr. Denn der Zurechnungszusammenhang wird unterbrochen, wenn ein pflichtwidriges Dazwischentreten Dritter stattfindet oder es sich um eine Selbstgefährdung des Opfers handelt. Dies ist kein victim-blaming, sondern einfache Strafrechtsdogmatik, die darum bemüht ist, Verantwortungskreise rational voneinander abzugrenzen.
    Zum Pflichtwidrigen Dazwischentreten Dritter: Wenn ein*e Dritte*r sich pflichtwidrig verhält und in den Geschehensablauf eingreift, realisiert sich nicht mehr die ursprünglich geschaffene Gefahr, sondern die Gefahr, die der Dritte geschaffen hat. Beispiel: Bremst eine LKW-Fahrer*in pflichtwidrig zu stark ab, wird dadurch eine neue Gefahr geschaffen. Kommt es dann zu einem Unfall realisiert sich eben diese Gefahr – scharfes Abbremsen – und nicht mehr die ursprünglich geschaffene Gefahr. Dass der LKW insofern nur scharf abgebremst hat, weil es einen Stau betrifft wiederrum nur die Kausalität und spielt keine Rolle, er hätte ja auch vorschriftsgemäß abbremsen können.
    Gleiches gilt für die Selbstgefährdung des Opfers: Werden Verkehrsregeln beim Heranfahren an einen Stau nicht beachtet und kommt es deshalb zu einem Unfall, hat sich diese Gefahr – zu schnelles Heranfahren – und nicht mehr die ursprüngliche Gefahr realisiert. Eine Zurechnung dieses Verhaltens an den Verursacher des Staus ist nicht zu rechtfertigen. Man überlege sich nur einmal der Stau wäre durch eine Baustelle entstanden. Würde man dann wirklich das zu schnelle Auffahren der Betreiberin zurechnen wollen und sagen es sei trotzdem „ihr Werk“, ihre Tat und dementsprechend zu bestrafen?

    Noch ein paar abschließende Bemerkungen:
    1) Wir tun uns schwer damit, Unglücksfälle als das zu begreifen, was sie sind: Unglücksfälle. Die Neigung jemanden persönlich für ein Unglück verantwortlich machen zu können, sehen wir nicht nur in Verschwörungstheorien (Corona, Gates & Co), sondern auch bei vielen Fahrlässigkeitsdelikten. Wir sollten uns trotzdem davor hüten, vorschnell Verantwortlichkeiten zu konstruieren, wenn diese einer genaueren Betrachtung nicht standhalten. Die Welt scheint leichter, wenn wir Unglücke konkreten Personen zuweisen können; wahrer wird diese Sicht auf die Welt dadurch aber nicht.
    2) Die vorgebrachten Überlegungen waren rein strafrechtlicher Art, moralisch kann man dies anders beurteilen. Allerdings bietet die ausgefeilte Strafrechtsdogmatik ein gut begründetes Instrumentarium, um Verantwortungskreise rational voneinander abgrenzen zu können. Wer die Verantwortlichkeit anders verorten will, sollte dies argumentativ begründen und nicht pogromartig die große Schuld der Aktivisti proklamieren. Dies ist nichts mehr als politische Instrumentalisierung.
    3) Eine politische Instrumentalisierung dieses Unfalls ist unanständig. Der Fall wird durch die Gerichte aufgeklärt werden, wir haben einen im Großen und Ganzen gut funktionierenden Rechtsstaat. Das Einspannen für eine politische Agenda gegen Klimaschützerinnen lässt jeden Respekt für die Beteiligten dieses Unfalls vermissen.

  45. Berg says:

    Der Unfall auf der A3 bei Idstein ist – wie so viele andere eine Tragödie. Die politische Instrumentalisierung dennoch und gerade deshalb unangebracht. Hierzu ein paar strafrechtliche Bemerkungen, die etwas Klarheit in das Dickicht von „Aber sie haben doch den Stau verursacht!“ und „Der Fahrer ist schuld!“ bringen sollen.

    Vorweggenommen sei, dass ich den konkreten Fall nicht abschließend beurteilen kann oder möchte. Dies ist den Gerichten vorbehalten.

    Relevant für eine Strafbarkeit sind in solchen Fällen vor allem der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b StGB) und Körperverletzungsdelikte (etwa § 223 oder § 229 StGB).

    § 315 b StGB ist ein abstraktes Gefährdungsdelikt, d.h. hiermit bestraft man die abstrakte Gefährlichkeit einer Tat, also dass bestimmte Verhaltensweisen erfahrungsgemäß, typischerweise (=abstrakt) gefährlich sind. Dazu muss es nicht zu einer konkreten Gefährdung kommen. Konkret erfordert § 315b StGB, dass ein Hindernis für den Straßenverkehr bereitet wird (§ 315b Abs. 1 Nr. 2) und dadurch Leib und Leben anderer Personen gefährdet werden. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass nicht der gesamte Luftraum über einer Straße zum Straßenverkehr gerechnet wird – klar irgendwann hört der räumliche Bereich des Straßenverkehrs auch nach obenhin auf. Diese Grenze kann man bei der vorgeschriebenen der Durchfahrtshöhe von Autobahnen (4,70m) ansetzen. Man kann also nicht mehr von einem Hindernis für den Straßenverkehr ausgehen, wenn man sich höher befindet, einfach weil es den Straßenverkehr räumlich nicht mehr betrifft. Auch mit Blick auf den Wortlaut des § 315b StGB ergibt dies Sinn: Man kann wohl kaum von einem „Hindernis“ für den Verkehr sprechen, wenn man sich in einer Höhe befindet, in der der Verkehr ohnehin nicht mehr stattfinden kann und darf.

    Kommen wir von der abstrakten Gefährdung zu den eingetretenen Verletzungen, dem „Taterfolg“ – ja so wird das im Strafrecht bezeichnet. Die strafrechtliche Verantwortung für den Erfolg wird mehrstufig geprüft.
    In einem ersten Schritt fragt man nach der Kausalität, dh der Ursächlichkeit des Tatbeitrages. Die ist in solchen Fällen meistens ohne Weiteres gegeben. Ohne Kletternde kein Stau, ohne Stau kein Auffahrunfall. Ursächlich sind aber auch die Menschen, die die Autobahn gebaut haben, deren Eltern und deren Eltern, am Ende ziemlich viele Personen. Die Verantwortungzuweisung kann also nicht allein über den Nachweis der Kausalität erfolgen, es braucht noch ein weiteres Kriterium.
    Dieses Kriterium ist die sog. objektive Zurechnung. Man fragt sich hier ob der Taterfolg – also die eingetretene Verletzung – den Tätern auch objektiv zugerechnet werden kann. Die objektive Zurechnung ist eine Art normativer Filter, der der Frage nachgeht: War das wirklich „das Werk“ der Täter*in. (Einfacher Fall: Obwohl auch Eltern kausal für einen durch ihr Kind begangenen Totschlag sind, ist die Tötung dennoch nicht „ihr Werk“. Näherliegender Fall: Obwohl auch eine Baustellenbetreiberin kausal für einen Stau und den hierauf beruhenden Auffahrunfall ist, ist dieser Auffahrunfall dennoch nicht „ihr Werk“.)
    Etwas genauer: Eine Tat kann dann objektiv zugerechnet werden, wenn der Handelnde durch seine Handlung eine rechtlich missbilligte Gefahr für eine Rechtsgutsverletzung geschaffen hat, die sich im konkreten Erfolg realisiert hat. Fiese Definition. Übersetzt auf eine solche Fallkonstellation heißt das: Das Abseilen von einer Autobahnbrücke müsste eine rechtlich missbilligte Gefahr für die Verletzung von Straßenverkehrsteilnehmer*innen darstellen, die sich dann eben genau in einem Unfall und den Verletzungen realisiert.

    Hier gibt es also zwei Komponenten: Schaffung einer rechtlich missbilligten Gefahr und Realisierung eben dieser Gefahr durch den Erfolgseintritt.
    Bereits die erste Voraussetzung ist in einem solchen Fall nicht erfüllt, wenn man der Argumentation zu § 315b StGB oben folgt. Doch auch wenn wir diese (schwierige) Frage ausblenden und die Gefahrschaffung bejahen, scheitert es an der zweiten Voraussetzung, der Realisierung der Gefahr. Denn der Zurechnungszusammenhang wird unterbrochen, wenn ein pflichtwidriges Dazwischentreten Dritter stattfindet oder es sich um eine Selbstgefährdung des Opfers handelt. Dies ist kein victim-blaming, sondern einfache Strafrechtsdogmatik, die darum bemüht ist, Verantwortungskreise rational voneinander abzugrenzen.
    Zum Pflichtwidrigen Dazwischentreten Dritter: Wenn ein*e Dritte*r sich pflichtwidrig verhält und in den Geschehensablauf eingreift, realisiert sich nicht mehr die ursprünglich geschaffene Gefahr, sondern die Gefahr, die der Dritte geschaffen hat. Beispiel: Bremst eine LKW-Fahrer*in pflichtwidrig zu stark ab, wird dadurch eine neue Gefahr geschaffen. Kommt es dann zu einem Unfall realisiert sich eben diese Gefahr – scharfes Abbremsen – und nicht mehr die ursprünglich geschaffene Gefahr. Dass der LKW insofern nur scharf abgebremst hat, weil es einen Stau betrifft wiederrum nur die Kausalität und spielt keine Rolle, er hätte ja auch vorschriftsgemäß abbremsen können.
    Gleiches gilt für die Selbstgefährdung des Opfers: Werden Verkehrsregeln beim Heranfahren an einen Stau nicht beachtet und kommt es deshalb zu einem Unfall, hat sich diese Gefahr – zu schnelles Heranfahren – und nicht mehr die ursprüngliche Gefahr realisiert. Eine Zurechnung dieses Verhaltens an den Verursacher des Staus ist nicht zu rechtfertigen. Man überlege sich nur einmal der Stau wäre durch eine Baustelle entstanden. Würde man dann wirklich das zu schnelle Auffahren der Betreiberin zurechnen wollen und sagen es sei trotzdem „ihr Werk“, ihre Tat und dementsprechend zu bestrafen?

    Noch ein paar abschließende Bemerkungen:

    1) Wir tun uns schwer damit, Unglücksfälle als das zu begreifen, was sie sind: Unglücksfälle. Die Neigung jemanden persönlich für ein Unglück verantwortlich machen zu können, sehen wir nicht nur in Verschwörungstheorien (Corona, Gates & Co), sondern auch bei vielen Fahrlässigkeitsdelikten. Wir sollten uns trotzdem davor hüten, vorschnell Verantwortlichkeiten zu konstruieren, wenn diese einer genaueren Betrachtung nicht standhalten. Die Welt scheint leichter, wenn wir Unglücke konkreten Personen zuweisen können; wahrer wird diese Sicht auf die Welt dadurch aber nicht.

    2) Die vorgebrachten Überlegungen waren rein strafrechtlicher Art, moralisch kann man dies anders beurteilen. Allerdings bietet die ausgefeilte Strafrechtsdogmatik ein gut begründetes Instrumentarium, um Verantwortungskreise rational voneinander abgrenzen zu können. Wer die Verantwortlichkeit anders verorten will, sollte dies argumentativ begründen und nicht pogromartig die große Schuld der Aktivisti proklamieren. Dies ist nichts mehr als politische Instrumentalisierung.

    3) Eine politische Instrumentalisierung dieses Unfalls ist unanständig. Der Fall wird durch die Gerichte aufgeklärt werden, wir haben einen im Großen und Ganzen gut funktionierenden Rechtsstaat. Das Einspannen für eine politische Agenda gegen Klimaschützerinnen lässt jeden Respekt für die Beteiligten dieses Unfalls vermissen.

  46. Michael Schmitt says:

    Wieso wird mein Kommentar nicht veröffentlicht ?

  47. Michael Schmitt says:

    Wieso wird mein Kommentar nicht veröffentlicht?

  48. T. Weiß says:

    Wo kann ich den Schadensersatzansprüche geltend machen? Ich musste meinen Heimweg über Wetzlar nehmen da Dank der „Terroristischen“ Aktion die A3 gesperrt war. Des Weiteren habe ich einen Termin verpasst.

  49. Manuela Schreiner says:

    Das Demonstrationsrecht ist elementar für eine Demokratie.

    Die Unversehrtheit des Lebens ebenso.

    Wer derart öffentlichkeits- und medienwirksam seine Meinung darstellt, muss auch die Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Ganz gleich, wie die Rechtslage ist, denn dass gebieten Anstand, Respekt und Achtung voreinander.

    Wer das nicht akzeptiert, der sollte sich überlegen, auf welcher Basis er demonstriert. Dadurch, dass er anderen etwas mitteilt und hofft, gehört und berücksichtigt zu werden, setzt er damit genau auf diese Werte. Er nimmt sie sich ganz selbstverständlich, aber ist er auch bereit, sie anderen ebenso zu gewähren?

    Nur dann sollte er demonstrieren.

    Und wenn etwas passiert, dann auch dafür einstehen.

    Nur so nutzt er seiner Sache, anderenfalls schadet er ihr nur.

  50. Lothar says:

    Absurd und unfassbar ist es, dass ihr von Eurer Verantwortung für den Unfall versucht abzulenken. Dieser Unfall wäre nicht passiert, hättet Ihr diese „tolle“ Abseilaktion nicht stattfinden lassen.
    Es wäre wünschenswert sich vorher zu überlegen, welche Konsequenzen aus dem eigenen Handeln entstehen können.

  51. Robert Schmitz says:

    Sich über der A3 abzuseilen, stellt wohl ohne Zweifel eine Gefährdung des Straßenverkehrs dar. Ihr habt einen möglichen Unfall bewusst in Kauf genommen, daher spreche ich Euch jegliche persönliche Reife und jegliches Verantwortungsgefühl ab.
    Und dann noch so zu tun, als wäre das gar nicht Eure Schuld bestätigt dieses Bild nur.
    Für Eure Ziele (Natur) nehmt ihr billigend menschlichen Schaden in Kauf. Somit seid Ihr nicht besser wie diejenigen, die mit Absicht die Natur zerstören und Menschen schaden, nur um die eigenen Ziele (Geld) zu verfolgen.

    Ich bin in meiner Jugend auch auf die Straße gegangen und habe an meiner Uni Proteste selbst organisiert. Beim Verfolgen seiner Ziele darf man aber nicht über Leichen gehen.
    Nehmt Euch mal ein Beispiel an die Fridays for Future Bewegung. Die machen das fantastisch, bekommen einen Haufen Aufmerksamkeit und schaden niemanden (außer sich selbst).

    Wenn ihr Aufmerksamkeit wolltet, Ziel erreicht! Aber den Respekt dafür habt ihr nicht verdient. Wenn ihr nur ein wenig Anstand habt, steht zu Eurem Fehler, tragt die Verantwortung, entschuldigt Euch und schaut was Ihr für das Unfallopfer machen könnt.

  52. Die CDU Baumafia hat jede Menge Lobbyisten. Die Bäume nur wenige, zumindest nur wenig einflussreiche. Die Autobahnaktion war notwendig weil Notwehr. Es herrscht schon immer Krieg zwischen Materialisten und spirituellen Menschen. Nun gab es ein schreckliches Opfer, eine Tragödie für alle Beteiligten, was keiner vorhersah und alle bedauern. Hier geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Bewusstsein für die Ursachen dieses weltumspannenden Dramas; die Identifikation mit dem materialistischen, lebensverachtenden, korrupten, herzlosen, dummen weil nicht nachhaltigen System. Was wir alle brauchen, ist Bewusstsein für ein neues, gewaltfreies ökologisches
    Miteinander.

  53. NatureBoy says:

    Super Aktion. Ignoriert die Autoschafe. Wer im Jahre 2020 immer noch nicht genug Autobahnen in Deutschland hat, hat den Bezug zur Natur komplett verloren. Diese Menschen sind einfach nur ignorant.

    Weiter so!

    @Heike hat rumgeheult, weil sie auf der Autobahn 2h warten musste und Abgase einatmen musste hahaha. Ja, ohne Wälder werden wir uns an Abgase gewöhnen müssen. Hahah unglaublich wie dumm die Mehrheit der Menschen ist.

  54. Michael Thölke says:

    Ich finde die Diskussion hier wirklich gut. Ohne Herabwürdigung, offen und ehrlich. Vielen Dank für die Aufklärung über die Kausalität in diesem Fall. Das war hilfreich. Ich bin gegen neue Autobahnen, aber zukünftig auch absolut gegen Abseilen, das andere insofern – wie hier – gefährdet.
    Warum können wir nicht immer so unaufgeregt miteinander diskutieren?

  55. M. says:

    Das ist mal wieder typisch für euer Klientel; nicht einzustehen für das, was ihr verursacht habt. Genau wie bei dem Toten im Hambacher Forst, der auf Grund eurer Fehlkonstruktion gestorben ist. Aber da war es natürlich auch die Polizei schuld. Wenn ihr einen Funken Anstand besitzt, zieht ihr euch mit sofortiger Wirkung zurück. Habt ihr aber leider nicht, wie eure Reihen oft genug beweisen.

  56. Bernadette Eisenbart says:

    Ich würde es begrüßen, wenn es jetzt, nach diesem Unfall, keine weitere Abseilaktion mehr gäbe. Auch wenn ich das bisher für eine effektive mutige Art des Protests gehalten habe, bei der sich eigentlich nur die Aktivisten in Gefahr begeben haben. Aus Respekt vor dem Schwerverletzten sollten diese Aktionen aber nicht mehr stattfinden. Vielleicht wird jetzt so ganz nebenbei einigen bewusst, dass Autofahren schrecklich gefährlich ist und dass seltsamerweise die tagtäglichen Schwerverletzten und Toten, die der Straßenverkehr fordert, einfach in Kauf genommen werden. Absurd und unfassbar, dass das so ist.

  57. Peter Decker says:

    Ohne Eure absolut dämliche Aktion, wäre das ganze erst gar nicht passiert! Bei aller Liebe zu Aktionismus und Demonstration. Aber das es auch so Autofahrer vom Fahren ablenkt, wenn sich Personen von einer Brücke abseilen, sollte auch klar sein! Das zuvor schon nichts passiert ist, ist ein Wunder. Unverantwortlich, so seine Meinung ausdrücken zu wollen. Schämen sollten Sie sich und Ihnen sollte bewusst sein, dass Sie dennoch indirekt eine Mitschuld an dem Unfall zu tragen haben, da der Stau nur durch Ihr Handeln und den damit benötigen Maßnahmen entstanden ist.

    Konzentrieren Sie sich auf Ziele, wo Sie keinen Menschen schaden können, aber dennoch ihre Position vertreten können.

  58. Justus says:

    Zum Glück haben wir Gerichte, die die Schuld am Unfall klären wird.

  59. Anonymous says:

    Akzeptiert die Beschlüsse der
    Mehrheit!!!

  60. Jede*r Verletzte im Straßenverkehr ist eine*r zuviel. Durchschnittlich sind es 1053 pro Tag in Deutschland. Fast alle werden durch Autos verletzt, nicht durch Menschen, die an einer Brücke hängen. Es ist irritierend, das Auto als Waffe zu übersehen. Ein Verkehr, der über derart gefährliche Vehikel wie das Auto organisiert wird, erzeugt nicht nur Klimawandel und Flächen-/Rohstoffverbrauch, sondern auch Tote und Verletzte. Die Berichterstattung über den Unfall vergisst das – und auch die 1052 anderen. Sie sind Alltag, für sie interessiert sich niemensch. Auch für die durchschnittlich 9 Toten im Straßenverkehr jeden Tag hierzulande. Der Straßenverkehr ist mörderisch, aber es interessiert schon gar nicht mehr. Wenn aber bei einer Aktion gegen diesen Wahnsinn in sehr indirektem Zusammenhang und voraussichtlich durch einen schweren Fahrfehler eine Person verletzt wird, ist die Hölle los. Seltsame Welt.

  61. Peter Soens says:

    Kein Problem ,der Wald bleibt und die Autobahnen werden nicht gebaut.
    Problem behoben.
    Orte werden nur mit 3,5 t eAutos beliefert Stromtrassen werden keine mehr bebaut, und die Industriegebiete werden platt gemacht .
    Das Brot im Ort wird von jedem selber gebacken, und der arbeitslose Familienvater fährt für 9,90 Euro bei Bauer fippe 3 Wochen im.jahr Gülle, der Strom kommt von hamsterrad und die Heizung wird mit Holz befeuert was in der 3. Welt gefällt wird.
    Die pet Flaschen werden in China verbrannt .
    Und somit ist alles ok

    .

  62. Herr Becker says:

    „Wir finden es geschmacklos, dass die Polizei schon innerhalb einer Viertelstunde nach dem Unfall über Twitter Anschuldigungen geäußert hat, während Auffahrunfälle bei Autobahnstaus ansonsten als trauriger Alltag akzeptiert werden.“

    Dann finden Sie aber nicht das Verhalten der Polizei, sondern das in Deutschland geltende Strafgesetzbuch und die Rechtsprechung dazu geschmacklos. Die Polizei kann nichts dafür. Sie ist dazu verpflichtet, Straftaten aufzuklären und im vorliegenden Fall drängt sich der Verdacht einer Straftat geradezu auf:

    Wer im Straßenverkehr ein Hindernis bereitet und dadurch eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen verursacht, wird gem. §§ 315b I, III, 315 III 2 StGB mit Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft. Die „Verursachung“, also die Kausalität, entfällt nur, wenn es zu dem Unfall auch ohne das Handeln Ihrer Aktivisten gekommen wäre. Dies ist nicht der Fall. Außerdem tritt nach der Rspr. des BGH keine Unterbrechung des Kausalzusammenhangs durch ein fahrlässiges Verhalten des Verletzten selber ein, wenn die vom Täter ursprünglich gesetzte Ursache eines Erfolges wesentlich fortwirkt, was hier wohl der Fall sein dürfte. Sie haben außerdem damit Recht, dass Auffahrunfälle „trauriger Alltag“ seien. Gerade deshalb liegt auch kein atypischer Kausalverlauf vor, der die Kausalität entfallen lassen könnte.

    Zusammenfassend kann ich nur feststellen, dass die Polizei die geltende Rechtslage, die Rechtsprechung und den Tatverdacht zutreffend erkannt hat und dieser Erkenntnis entsprechend zutreffend gehandelt hat. Handelt die Polizei wie hier repressiv, steht ihr diesbzgl. auch kein Ermessenspielraum zu.

    Ich kann nicht verstehen, warum man auf einer Autobahn absichtlich den Verkehr beeinträchtigt, wenn man doch um den „traurigen Alltag“ der Auffahrunfälle weiß. Ich kann ebenfalls nicht verstehen, warum die Polizei für die Leichtsinnigkeit, Unbedachtheit und Rechtsunkundigkeit Ihrer Aktivisten herhalten muss. Mangelnde Unrechtseinsicht wird sich sicher nicht strafmildernd auswirken.

  63. Anonymous says:

    Bitte achtet mehr darauf, dass ihr keine unbeteiligten gefährdet oder schädigt. Das kann nicht eure Absicht sein. Und schlechtes kann man nicht mit schöechtem bekämpfeb ubd Gewalt nicht mit Gewalt.

  64. Omnivore says:

    Ich reche nicht damit, dass dieser Kommentar hier erscheint – über so viel Ehre und Anstand verfügt ihr ja nicht -, aber jede Aktion zieht eine Reaktion nach sich. Da ihr euch abgeseilt und den Stau und somit auch den Unfall verursacht habt, ist es natürlich eure Schuld. Jeder der in der Lage ist, zwei und zwei zusammenzuzählen ohne die Füße zur Hilfe zu nehmen, kann das sehen.

  65. Thomas Möller says:

    Hätte man sich nicht abgeseilt –> Kein dadurch verursachter Stau –> Kein Unfall
    welcher auf das Abseilen zurückzuführen sind.
    –> Somit ist es vermeidbar. Entsteht der Stau durch den normalen Betrieb der Autobahn ist es systemisch unvermeidbar, dass ein Stau und die Gefahr von Auffahrunfällen besteht. Deswegen hat der Gesetzgeber zur Sicherheit aller nunmal Verboten sich von Autobahnbrücken abzuseilen.

    Protest ist gut, aber nicht mit militanten Mitteln!
    Demokratie tut weh, die Mehrheit will noch Auto fahren.

    Parken Sie Plakate auf der Brücke, klären Sie auf, treten Sie für Ihre Sache ein, wenn sich eine Mehrheit findet, dann ist alles ganz einfach.
    Aber bitte gefährden Sie vorsätzlich keine Menschen.

  66. Heike says:

    Ich habe 2 Stunden im Stau auf der A3 gesteckt und literweise LKW Abgase eingeatmet.
    Dafür vielen Dank !!

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